Es gibt so einige Begriffe aus dem Bereich der Küche, die ich nicht leiden mag. Zum Beispiel „verfeinern“. Brrr – da schüttelt's mich richtig. Oder wenn auf Speisekarten „Schäumchen“ auf „Süppchen“ oder „Sößchen“ auf „Jus“ treffen. Und alles immer irgendwie „an“ oder „bei“ ist.
Auch albern: „Bandnudelnest“. Erst letzte Woche wurde mir „Dreierlei vom Weinbergpfirsich“ serviert. Argh! Mit auf den ersten Plätzen liegen aber auch Begriffe aus der vegetarischen / veganen Sparte: „Vleisch“, „Vurst“ und „Visch“.
Ja, scheinbar habe ich keine wirklichen Probleme, über die ich mich derzeit ärgern kann.
Das war nun meine Ouvertüre (auch so ein Wort, das sich unsinnigerweise häufig in die Karten hochpreisiger Restaurants verirrt) zu einem echt hammermäßigen Dessert, das selbst ich als Nachtisch-Skeptiker gläserweise weglöffeln könnte. Tahin und Muskatnuss verpassen dem von mir sonst als langweilig empfundenen Grießbrei endlich mal ein bisschen Substanz und Geschmack. Ein fruchtiges Kompott aus reifen Pfirsichen setzt dem ganzen wortwörtlich die Krone auf. Haut rein.
Tahin-Grießbrei mit Muskatnuss und Pfirsich-Kompott
für 4 Dessertgläser à 200 ml
Zutaten
für den Grießbrei
750 ml Pflanzenmilch (z. B. Mandelmilch)
65 g Hartweizengrieß
50 g Zucker
1 Prise Salz
2 gehäufte Esslöffel Tahin
1 kräftige Prise Muskatnuss
für das Kompott
2 reife Pfirsiche
2 EL Zucker
1 kräftige Prise Muskatnuss
Zubereitung
Die Milch zusammen mit Grieß, Zucker und Salz aufkochen lassen. Den Topf mit einem Deckel verschließen, vom Herd nehmen und 5 Minuten ausquellen lassen. Tahin unterrühren und mit Muskatnuss abschmecken.
Für das Kompott die Pfirische waschen, in Stückchen schneiden und zusammen mit dem Zucker in einem weiteren Topf zu Mus kochen. Ebenfalls mit Muskatnuss abschmecken (hört sich komisch an, schmeckt aber!).
Wem danach ist, der kann das Ganze natürlich schon jetzt löffeln: Ich fand's aber am besten gut gekühlt mit einem Klecks Joghurt.
Ich liebe Tahina ja echt abgöttisch, in der Nachspeise hatte ich es bisher noch gar nicht...
Danke für die tolle Idee!
das klingt ja echt mal spannend! ich schmeiß tahin sonst immer nur ins hummus... 😉
und auch grießbrei löffeln sonst eher meine beiden mädels abends vor dem schlafengehen. aber mit dem pfirsichkompott hast du mich erwischt 😉 das muss ich echt mal ausprobieren...
glg aus wien
salma
Sehr schön, über diese Begriffe schüttel ich auch so oft den Kopf. Dein Griesbrei gefällt mir sehr, ich liebe Griesbrei und dieses Rezet würde ich gerne mal ausprobieren.
Liebe Grüße!
Jaja, bei solchen Begriffen frag ich mich ja immer, was die Köche übertünchen müssen 😉 Tolle Rezeptidee!
LG Nadja
Was die Begriffe angeht, teile ich Deine Gefühle! 🙁
Das Dessert sieht toll aus!
Grüße aus Hannover,
Vicky
Lecker! Ich liebe Grießbrei. Und kulinarische Sprachkritik 🙂 - ertapp mich allerdings selbst beim Schreiben für den Blog manchmal dabei, zu Klischees zu greifen.
Lecker. Ich mag Griesbrei sehr gerne und finde es prima, dass es hier ein spannendes Rezept gibt. So ein ähnliches Dessert hab' ich auch schon mal gemacht, lecker.
danke für eure kommentare. 😉
@cooking casualties: tahin ist einfach super. zwar eine unendliche fettbombe, aber köstlich - ich könnt's pur aus dem glas löffeln!
@salma: ohne pfirsichkompott schmeckt das ganze glaube ich auch nur halb so gut. 😉
@christina: na, dann los. 🙂
@nadja: naja, im fall des weinbergpfirsichs war es wirklich... naja. ich will ja nicht meckern. aber das war schon viel lärm um nichts.
@vicky: wusste doch, dass ich nicht allein bin. :>
@anna: stimmt schon, ich muss mich auch manchmal zusammenreißen... bisher läuft's aber ganz gut, mein blog ist (hoffentlich) frei von sowas. 🙂
@lemon: freut mich, dass es dir gefällt!
🙂 - du bist wirklich lustig! Wir sollten irgendwann einen Kaffee zusammen trinken - ohne vischen Visch 🙂
Ich fand die Kombi vom Titel her erstmal sehr gewagt, da du nun aber so schwärmst, komme ich ins Straucheln...
ach danke. kaffee immer gern - ich würde dann aber zu dir kommen! ich hoffe, das ist recht. 😉
ich finde tahin ja aus irgendwelchen gründen total schrecklich. weils aber seltsamerweise in hummus doch irgendwie lecker ist (woraus ich folgere, dass man selbst tahin sinnvoll einsetzen kann) und ich grießbrei liebe, probiere ich das, glaub ich, mal aus.
Ohhh, wie lecker! Quasi einmal Herbst im Glas bitte!
tahin im griessbrei klingt spannend.
lecker!
http://heartcooksbrainblog.blogspot.de/2012/09/tahin-griebrei-mit-pfirsichkompott.html
gerade gemacht, sehr genossen! mir gefällt die Kombi mit der Muskatnuss, und dass es nicht so super süß ist. Danke schön für das tolle Rezept!
Grüße aus München von Claudia
Grießbrei mit Tahin mache ich total oft, schmeckt herrlich!! Kann mir auch Zwetschgenkompott dazu vorstellen, oder mittlerweile Orangenkompott mit Zimt, da Winter?
Dein Blog ist wirklich toll, schaue so gern vorbei!
Liebe Grüße
Verena
Hui, leckeres Rezept! Ich werde das mit Bergpfirsichen probieren. Ich finde die einfach extrem lecker. Und in der Regel besser als die, die man so im Supermarkt bekommt.