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Weihnachtsplätzchen zum Ausstechen

Jahrelang hatte ich keine Lust darauf, Weihnachtsplätzchen zum Ausstechen zu machen. Ich dachte, das sei sehr viel Arbeit. Den Teig rühren, kalt stellen, ausrollen, hoffen, dass nichts anklebt, ausstechen, wieder den Teig ausrollen, wieder hoffen, dass nichts anklebt... Dementsprechend habe ich das wichtigste Weihnachtsplätzchen-Rezept meiner Kindheit auch ignoriert und mich Plätzchen zum schneiden oder freihändig formen hingegeben. Und liebe ich natürlich auch nach wie vor: Lemon Meltaways, Alpenbrot, Schoko-Schneekugeln, Walnuss-Plätzchen mit Olivenöl – alles richtige Kracher!

Aber dieses Jahr war ich irgendwie sentimental und habe mich nach dem Plätzchen-Geschmack meiner Kindheit gesehnt. Und wie sich jetzt herausgestellt hat, sind diese einfachen Weihnachtsplätzchen zum Ausstechen mindestens genau so schnell gemacht wie meine anderen Favoriten. Vermutlich hält sich meine Mutter nicht umsonst seit vermutlich über 40 Jahren an exakt dieses Rezept: Wenige Zutaten ergeben einen absolut easy zu vearbeitenden Teig (für den ihr nicht mal eine Küchenmaschine braucht), der nicht an Rolle oder Arbeitsfläche klebt (selbst ohne Silikonmatte) und sich mehrfach ausrollen lässt, ohne dass man Unmengen von Mehl dazu schütten muss und er brüchig wird. Der Geschmack ist: süß-buttrig-zuckrig, ich habe mich direkt wieder wie fünf gefühlt und sah mich damals in unserer winzigen Küche stehen – OK, meine jetzige Küche ist auch nicht viel größer – und die fertigen Plätzchen mit Zuckerguss und Nusshälften verzieren.

Wir ihr seht, ist der Anspruch an die Dekoration mittlerweile etwas größer. Allein, was ich an Zeit benötigt habe, um die „richtigen“ Streusel aufzutreiben... Es mussten natürlich bestimmte Farben sein, bestimmte Größen. Und wollt ihr wissen, wie lange ich benötigt habe, um die knapp 80 Plätzchen zu verzieren? Zwei Stunden, vielleicht mehr. Rückenschmerzen hatte ich danach natürlich auch.

Überraschungsformen

Besonders schön fand ich übrigens, in meiner Ausstecher-Kollektion eine Ente und eine Gans zu finden. Die Ente gehörte bestimmt ursprünglich zu meinem Set (das ich ungefähr 2008 bei Aldi gekauft habe). Die Gans aber muss später dazu gekommen sein. An ihr klebte noch ein Preisschild, das heißt, ich hatte sie bisher nicht benutzt. Woher ist die Gans? Keine Ahnung! Deswegen habe ich natürlich extra viele Gänseplätzchen gemacht, den Körper mit Zuckerguss bestrichen und Schnabel und Füßchen in geschmolzene Kuvertüre getaucht.

Was ich benutzt habe:

Rot-grün-weiße Streuselperlen*
kleine Lebkuchenmänner aus Zucker*
pastellfarbene Nonpareilles*
pastellfarbene Zuckerperlen*
Schoko-Streusel*

Die Links führen zu Amazon, aber natürlich bekommt ihr das meiste davon ab November auch im gut sortieren Supermarkt.

Weihnachtsplätzchen zum Ausstechen

Altes Rezept meiner Mutter
DRUCKEN
Servings 80 Stück

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl Type 405
  • 2 Eier zimmerwarm
  • 240 g kalte Butter (vegane Butter geht, ich nehme „Rama Sooo buttrig!“)
  • 250 g Zucker
  • 2 Prisen Salz

Zubereitung

  • Mehl in eine ausreichend große Schüssel sieben. In der Mitte eine Mulde formen und die zimmerwarmen Eier hineinschlagen.
  • Butter in Stücken darauf geben, Zucker an den Rand verteilen, Salzprisen zufügen.
  • Jetzt mit den Händen alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Das geht total schnell.
  • Teig in Klarsichtfolie schlagen und 1 Stunde im Kühlschrank lagern.
  • Den Ofen auf 175° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  • Anschließend auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, Plätzchen ausstechen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech je 10-15 Minuten backen. (Bei mir sind es 12 Minuten, ihr müsst es für euch herausfinden.)
  • Plätzchen abkühlen lassen und anschließend nach Wunsch verzieren.

Notizen

Ich bearbeite den fertigen Teig immer in Dritteln und lasse die Teile, die ich nicht brauche, weiter im Kühlschrank. Wird er zu weich, lässt er sich natürlich nicht mehr problemlos ausrollen, sondern klebt an der Rolle. 


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