Kimchi-Tomaten-Spaghetti

Wisst ihr noch – 2020, Pandemie, globaler Stillstand? Ist schon ein bisschen was her und natürlich habe ich die Zeit weitgehend verdrängt. Ich erinnere mich aber noch daran, wie wir plötzlich alle im Homeoffice saßen, Zumba im Wohnzimmer gemacht und Stoffmasken genäht haben und (warum auch immer?) kein Klopapier hatten. Außerdem habe ich einen Blogbeitrag über +25 vegetarische Rezepte aus der Vorratskammer veröffentlicht – weil man ja nicht rausgehen durfte/sollte/konnte. Wäre jetzt noch einmal Pandemie, Gott bewahre, würde ich die Liste um dieses Rezept ergänzen: Kimchi-Tomaten-Spaghetti.
Dass ich mal absolut kimchi-süchtig sein würde, davon war 2020 noch nicht auszugehen. Aber der Trend zu fermentiertem Superfood ist an mir nicht nur nicht vorbeigezogen. Ich habe sogar immer diverse Kimchi-Sorten und andere fermentierte Gemüse auf Vorrat. In Deutschland leider kein günstiges Vergnügen, sind es hier doch keine Grundnahrungsmittel wie in Südkorea. Kimchi kaufe ich stets von Complete Organics und mag eigentlich alle Sorten. Ich habe immer das „Milde Kimchi“, „Original Kimchi“ und „Smoky Jalapeño Kraut“ im Kühlschrank. (Letzteres esse ich immer auf Pommes – soviel zu gesund und so, na ja... ) Glücklicherweise kann ich alles davon in unserem kleinen Bio-Markt im Nachbarort kaufen. Und wenn ich mal im großen koreanischen Supermarkt in Düsseldorf bin, kaufe ich gerne „Young Radish Kimchi“ von Bibigo. Letzteres schmeckt besonders gut auf weißem Reis mit Seidentofu.
Für die Kimchi-Tomaten-Spaghetti, die im Original aus Meera Sodhas wunderbarem Kochbuch „Happy“* stammen, benutze ich das Milde Kimchi von Complete Organics – extra Schärfe kommt durch das Chilipulver. Kimchi zu braten ist eine coole Sache: Er verliert dabei natürlich das saure "Britzeln" und schmeckt komplett neu und anders, aber immer noch sehr gut. Die lebendigen Milchsäurebakterien, die ja eigentlich das große Gesundheitsplus bei Kimchi sind, killt man dabei wohl – aber wer mag, kann im Nachhinein ja noch einen Esslöffel frischen Kimchi unterrühren.
Kimchi-Tomaten-Spaghetti sind absolut geeignet für die schnelle, gesunde Feierabendküche. Im Sommer bin ich auch Riesenfan von Kimchi Bibimguksu, wo kaltes Kimchi auf kalte Nudeln trifft. Für mich funktioniert diese Kombi einfach immer wunderbar.
Ich habe das Rezept von Meera Sodha etwas abgewandelt und z. B. den Kimchi-Anteil erhöht und für das Bröselgemisch keine extra Pinienkerne gekauft. Kann man natürlich machen, aber es schmeckt auch so einfach wun-der-bar.
Mehr Asia-Food? Probiert auch Seidentofu mit Sesam-Soja-Dressing (essen wir dauernd!), leckere Bombay-Schnecken oder vegane Miso-Ramen.
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Kimchi-Tomaten-Spaghetti
DRUCKENZutaten
für die Spaghetti
- 1 Zehe Knoblauch zerdrückt
- 1 EL Sonnenblumenöl geröstet
- 1 EL geröstetes Sesamöl
- ½ Dose stückige Tomaten
- 120 g Kimchi abgetropft und grob zerhackt
- 1 EL flüssiger Honig oder Ahornsirup
- 1 TL Chiliflocken idealerweise: Gochugaru, ich nehme Pul Biber
- Salz
- 200 g Spaghetti
für die Brösel
- 25 g Paniermehl (oder Panko)
- 1 EL Sonnenblumenöl
- 1 EL Sesamöl geröstet
- 1 TL Sesam
Zubereitung
- Das Sonnenblumenöl mit 1 EL Sesamöl in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen. Sobald es heiß ist, den Knoblauch hineingeben und 2 Minuten braten, bis er schwach gebräunt ist.
- Kimchi hinzufügen und eine Minuten pfannenrühren, bis kein Wasser mehr vorhanden ist.
- Chilipulver und Honig hinzufügen, dann die Tomaten hinzufügen und zum Kochen bringen. Schwache Hitze einstellen, einen Deckel schräg auflegen (weil es spritzen kann) und die Sauce 10 Minuten köcheln lassen, bis sie eingedickt ist. Mit Salz abschmecken – Achtung: Kimchi kann unterschiedlich gesalzen sein, ich kann deswegen keine genaue Angabe machen. Einfach ausprobieren.
- Inzwischen für die Brösel 1 EL Sesamöl in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Semmelbrösel und Sesam hinzugeben und rühren, bis die Brösel knusprig und goldbraun sind. Beiseite stellen.
- In einem großen Topf die Spaghetti kochen. Abgießen und etwas vom Kochwasser beiseitestellen.
- Die abgetropfte Pasta in die Sauce geben und vermischen. Muss die Sauce noch verdünnt werden, ein paar Esslöffel Pastawasser hizugeben. Probieren und gegebenenfalls nachwürzen.
- Mit Sesambröseln bestreut servieren und (nach Wunsch) noch mehr Sesamöl hinzuzufügen.




