Kartoffelsalat mit Öl und Essig – klassisch, schnell, einfach

Ein Kartoffelsalat mit Öl und Essig lässt sich schnell vorbereiten und kann anschließend ganz gemütlich bis zum Abendessen im Kühlschrank durchziehen und an Aroma gewinnen. Gerade an heißen Tagen (und wenn man sich an kalten Suppen überfuttert hat) sehr zu empfehlen. Denn eine schweißtreibende Zubereitung gibt es hier nicht.

An Kartoffelsalat scheiden sich in Deutschland traditionell die Geister. Gibt es nicht sogar einen „Kartoffelsalat-Äquator“ nach der Logik: Im Süden dieser (imaginären) Linie isst man Kartoffelsalat mit Brühe, Öl und Essig; Nördlich neigt man eher der Mayonnaise zu? Ich halte von solchen selbstauferlegten Einschränkungen nichts. An Heiligabend gibt es zwar immer und ausschließlich das bewährte Familienrezept (mit selbstgemachter Mayo, Äpfeln, Gewürzgurken und Eiern – niemals mit Fleischwurst!), aber gerade im Sommer liebe ich die flotte Variante von Kartoffelsalat mit Öl und Essig. Auf Brühe verzichte ich, auf angebratene Speckwürfel sowieso.

Ein paar Hinweise zu den Zutaten:

  • Für Kartoffelsalat (mit Öl und Essig oder Mayo, das ist eigentlich egal) braucht ihr festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln, keine mehligkochenden Sorten.
  • Als Essigsorte würde ich einen eher hellen, lieblichen Essig nehmen, z. B. weißen Balsamico oder Kräuteressig. Lieber keine dominanten, sehr sauren Essige wie Rotweinessig oder Walnussessig.
  • Bei den Kräutern könnt ihr grundsätzlich experimentieren, aber ich finde: Schnittlauch ist hier ein Muss. Petersilie finde ich zum Beispiel an Kartoffelsalat mit Mayo leckerer.
  • An einen deutschen Kartoffelsalat gehört deutsches Öl! Will sagen: Olivenöl ist hier fehl am Platz. Stattdessen solltet ihr Sonnenblumen- oder Rapsöl benutzen.
  • Wer mag, kann zusätzlich Radieschen in dünne Scheiben schneiden und unter den fertigen Salat heben. Das gibt noch mehr Biss und Frische!

Kartoffelsalat mit Öl und Essig ist auch ein tolles Meal Prep für den Sommer, deswegen bereite ich immer gleich die doppelte Menge zu. Was meint ihr, wie neidisch eure Kolleginnen schauen werden, wenn ihr an einem heißen Sommertag eure Lunchbox mit diesem erfrischenden Lunch auf den Tisch stellt, während sie sich mit einer oft zweifelhaften Kantinenauswahl begnügen müssen? Ha!

Alternativen zu Kartoffelsalat mit Öl und Essig

Und wenn euch die vorgestellten Varianten zu langweilig sind, probiert doch mal Tsatsiki-Kartoffelsalat, Kartoffelsalat im Nizza-Style oder falschen Kartoffelsalat (mit Kohlrabi statt Kartoffeln – für die Low-Carb-Jünger unter euch). Möchtest du Kartoffelsalat lieber mit Brühe machen? Dann schau doch mal bei German Abendbrot vorbei. Julias Rezept für hessischen Kartoffelsalat mit Brühe habe ich auch schon zubereitet – klappt super!

Kartoffelsalat mit Öl und Essig

für 2-3 Portionen
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Zutaten

  • 700 g Kartoffeln festkochend
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 EL Balsamico- oder anderer lieblicher Essig
  • 2-3 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Schnittlauchröllchen oder andere Kräuter
  • Zucker optional

Zubereitung

  • Kartoffeln grob putzen und in der Schale gar kochen. Anschließend ca. 30 Minuten abkühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten: Die Zwiebel sehr fein hacken und mit Öl, Essig, Salz, Pfeffer, Schnittlauch (und ggf. Zucker) zu einem Dressing verrühren.
  • Kartoffeln hälfteln oder vierteln und in nicht zu dünne Scheiben schneiden.
  • Mit dem Dressing verrühren und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden (besser über Nacht) durchziehen lassen.
  • Anschließend erneut abschmecken, nachwürzen, servieren.

Notizen

Der Kartoffelsalat verträgt mehr Würze und Säure, als man am Anfang meint. Würzt dennoch anfänglich eher zurückhaltend und schmeckt vor dem Servieren noch einmal kräftig ab. 

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