Kartoffelsalat Nizza, vegetarisch

21. August 2016
Kartoffelsalat Nizza

Der Salat Nizza (auf Französisch: Salade Niçoise, klingt besser!) ist ein Klassiker, der leider oft verhunzt wird. Man denke nur daran, dass er sich auf dem Menü jeder drittklassigen Pizzeria ums Eck befindet und in eine Plastikschale gepresst serviert wird, kalt, lieblos, mit billigstem Dosen-Thunfisch – Fast-Food eben.

Dabei ist ein Salat Nizza so ein schönes, frisches, ein Ich-möchte-sofort-nach-Südfrankfreich-auswandern-Gericht – gerade jetzt, in den späten Sommerwochen, wo jeder Sonnenstrahl gierig aufgesaugt wird, als würde der nächste Regenguss schon um die Ecke warten (was ja, wenn wir ehrlich sind, 2016 nicht so unwahrscheinlich ist). Eine Zeit, in der jede Minute Wärme dazu einlädt, doch noch ein bisschen auf dem Balkon zu sitzen, in der einen Hand ein Glas Weißwein, in der anderen den Kartoffelsalat Nizza. Legt die Füße aufs Geländer, haltet eurer Gesicht ins Licht und genießt das Gefühl – diese Mischung aus Wehmut, weil etwas geht, und Vorfreude, weil etwas kommt, das auch seine Vorzüge hat: Der Herbst und Winter, mit Raschellaub, Kastanienknistern und Schneestapferei.

Vielleicht geht mein Nizza-Salat gar nicht mehr so sehr als Nizza-Salat durch, weil ich den Kartoffelanteil stets so erhöhe, dass er richtig gut satt macht – 150 bis 200 Gramm dürfen es schon sein. Dazu frische Stangenbohnen, Oliven, gelbe Paprika, Basilikum und natürlich ein Ei. Auf den traditionellen Thunfisch und die Sardellenfilets habe ich natürlich verzichtet, allerdings schmeckt der Kartoffelsalat Nizza auch so sehr gut. Außerdem ist er eine schöne, sommerliche Abwechslung zum eher winterlichen Kartoffelsalat vom Niederrhein mit Mayonnaise und Apfel.

Kartoffelsalat Nizza
Rezept für 1 Portion

Zutaten
für den Salat
150 – 200 g kleine Frühkartoffeln, in der Schale gekocht, entweder kalt oder noch warm
1 kleines Kopf- oder Romanasalatherz
100 g grüne Stangenbohnen
1 kleine weiße oder rote Zwiebel
1/2 gelbe Paprikaschote
5 schwarze Kalamata-Oliven
1 Ei
Basilikumblätter (nach Geschmack)

für die Vinaigrette
2 El Weißweinessig
1 EL Olivenöl
1 El Wasser
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 TL Zucker

Zubereitung
Salat putzen, waschen, trockenschleudern und mundgerecht zerhäckseln. Stangenbohnen putzen und in Salzwasser bissfest kochen und abgießen. Zwiebel schälen und in dünne Ringe, gelbe Paprika in Streifen schneiden. Die Oliven in Ringe schneiden (oder ganz lassen). Das Ei kochen, wachsweich, mittelhart, wie es auch am liebsten ist.
Alles hübsch auf einem Teller anrichten, Basilikumblätter darüber zerpflücken und Vinaigrette darüber löffeln.

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2 Kommentare

  • Antworten Ela 22. August 2016 at 11:42

    Oha, der sieht ja klasse aus! Eine neue Variante für klassischen Kartoffelsalat brauche ich sowieso mal dringend. Und auf grüne Bohnen steh ich momentan total! Danke für das schöne Rezept 🙂
    Liebe Grüße,
    Ela

  • Antworten Sarah B. 22. August 2016 at 15:04

    Hallo Christina,
    ein vegetarischer Nizza-Salat … das klingt gut. Auch die Kombination mit Kartoffeln und Bohnen deckt sich gut mit meiner Gartenernte – kann gut sein, dass ich den Salat ganz bald mache!
    Gruss,
    Sarah

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