Kartoffelsalat Nizza, vegetarisch

Salat Nizza (auf Französisch: Salade Niçoise, klingt besser!) ist ein Klassiker, der leider oft verhunzt wird. Man denke nur daran, dass er sich auf dem Menü jeder drittklassigen Pizzeria ums Eck befindet und in eine Plastikschale gepresst serviert wird, kalt, lieblos, mit billigstem Dosen-Thunfisch – Fast-Food eben.
Dabei ist ein Salat Nizza so ein schönes, frisches, ein Ich-möchte-sofort-nach-Südfrankfreich-auswandern-Gericht – gerade jetzt, in den späten Sommerwochen, wo jeder Sonnenstrahl gierig aufgesaugt wird, als würde der nächste Regenguss schon um die Ecke warten (was ja, wenn wir ehrlich sind, 2016 nicht so unwahrscheinlich ist). Eine Zeit, in der jede Minute Wärme dazu einlädt, doch noch ein bisschen auf dem Balkon zu sitzen, in der einen Hand ein Glas Weißwein, in der anderen den Kartoffelsalat Nizza. Legt die Füße aufs Geländer, haltet eurer Gesicht ins Licht und genießt das Gefühl – diese Mischung aus Wehmut, weil etwas geht, und Vorfreude, weil etwas kommt, das auch seine Vorzüge hat: Herbst und Winter, mit Raschellaub, Kastanienknistern und Schneestapferei.
Vielleicht geht „mein“ Nizza-Salat gar nicht mehr so sehr als Nizza-Salat durch, weil ich den Kartoffelanteil stets so erhöhe, dass er richtig gut satt macht – 200 Gramm pro Person dürfen es schon sein. Dazu frische Stangenbohnen, Oliven, gelbe Paprika, Basilikum und natürlich ein Ei. Auf den traditionellen Thunfisch und die Sardellenfilets habe ich verzichtet, denn der Kartoffelsalat Nizza schmeckt auch so sehr gut. Außerdem ist er eine schöne, sommerliche Abwechslung zum eher winterlichen Kartoffelsalat vom Niederrhein mit Mayonnaise und Apfel.

Kartoffelsalat Nizza
Zutaten
für den Salat
- 200 g kleine Frühkartoffeln
- 1 kleines Kopf- oder Romanasalatherz
- 100 g grüne Stangenbohnen
- 1 kleine weiße oder rote Zwiebel
- ½ gelbe Paprikaschote
- 5 schwarze Kalamata-Oliven
- 1 Ei
- frische Basilikumblätter nach Geschmack
für das Dressing
- 2 EL heller Balsamico-Essig
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Wasser
- Salz
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 1 TL Zucker
- 1 TL Dijon-Senf
Zubereitung
- Kartoffeln (in der Schale) kochen, anschließend abkühlen lassen und vierteln oder halbieren (je nach Größe).
- Stangenbohnen putzen, in Salzwasser bissfest kochen und abgießen.
- Das Ei hart oder wachsweich kochen – wie ihr es am besten findet.
- Zwiebel schälen und in dünne Ringe, gelbe Paprika in Streifen schneiden. Die Oliven in Ringe schneiden (oder ganz lassen).
- Salatherz putzen und die Blätter in mundgerechte Stücke schneiden.
- Das Dressing aus Olivenöl, Balsamico-Essig, Senf, Salz, Zucker, Pfeffer zusammenrühren.
- Alle Salatzutaten auf einem Teller anrichten, Basilikumblätter zerpflücken und zusammen mit dem Dressing darüber löffeln.





Oha, der sieht ja klasse aus! Eine neue Variante für klassischen Kartoffelsalat brauche ich sowieso mal dringend. Und auf grüne Bohnen steh ich momentan total! Danke für das schöne Rezept 🙂
Liebe Grüße,
Ela
Hallo Christina,
ein vegetarischer Nizza-Salat ... das klingt gut. Auch die Kombination mit Kartoffeln und Bohnen deckt sich gut mit meiner Gartenernte - kann gut sein, dass ich den Salat ganz bald mache!
Gruss,
Sarah