Veganer Pfirsichkuchen, schnell gemacht

Als ich zum ersten Mal über den Begriff Buckle Cake gestolpert bin, musste ich erst einmal googlen. Ich fand heraus: Ein Buckle Cake ist eine Art rusikaler, amerikanischer Obstkuchen. Früchte werden auf einen einfachen, eher dicken Kuchenteig gegeben. Während des Backvorgangs wölbt sich der Teig dann um die Früchte herum (engl.: to buckle – wölben) und schließt sie ein. Ich schätze, hierzulande wird sich der Begriff wohl eher nicht durchsetzen. Bleiben wir also einfach bei: Veganer Pfirsichkuchen.
Und dafür ist im Juli und August ja eh die perfekte Zeit. Weil ich Pfirsiche ganz arg liebe, dieses Jahr aber kaum welche gegessen habe, habe ich als Entschuldigung an mich selbst hier einige reife Weinbergpfirsiche verbacken. Letztlich könnt ihr nehmen, was ihr mögt: Ob Pfirsiche oder Nektarinen, Heidel- oder Himbeeren, erste Äpfel oder Birnen – lasst die Früchte eurer Begierde einfach elegant auf den Teig fallen. Der Ofen erledigt den Rest. Der vegane Pfirsichkuchen passt herrlich zu einer dampfenden Tasse Kaffee im Garten oder auf dem Balkon, macht sich aber ob seiner Einfachheit (praktisch, handlich, krümelt nicht) auch gut als Picknick-Food.
Ich freue mich besonders darüber, dass der Kuchen vegan ist. Für mich – als semi-backbegabte Person – ist veganes Backwerk immer noch eine Herausforderung, insbesondere, da ich keinen künstlichen und teuren Ei-Ersatz („No-Egg“) nutzen möchte. Selten wage ich mich an veganes Süß, auch wenn ich mit den leckeren Kürbis-Zimtschnecken oder Kirsch-Mohn-Muffins bereits gute Erfahrungen sammeln konnte. Der vegane Pfirsichkuchen bereichert mein Repertoire von Gebäck ohne tierische Produkte nun um ein weiteres, gelingsicheres Rezept.
Im Original stammt es übrigens aus dem kleinen Backbuch Vegan Pie in the Sky* – vermutlich eines der ersten veganen Backbücher, die es überhaupt gab, erschienen 2011. Eine Zeitlang gab es das Buch auch auf Deutsch. Mittlerweile scheint es vergriffen zu sein. Ob auf Deutsch oder Englisch: Darin sind einige nette Rezepte, aber es ist definitiv kein Must Have (obwohl der Cherry Pie auch sehr gut war... )

Veganer Pfirsichkuchen
Zutaten
- 100 g gemahlene Mandeln
- 180 g Weizenmehl Type 550
- 2 TL Backpulver
- ½ TL Natron
- ½ TL Salz
- ¼ TL gemahlener Ceylon-Zimt
- ¼ TL gemahlener Kardamom
- 150 g Pflanzendrink z. B. Haferdrink oder Sojadrink
- 2 EL Apfelessig
- 150 g Zucker
- 40 ml Sonnenblumenöl
- 300 g reifes Obst geputzt und geschnitten (z. B. Pfirsiche, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren)
- Hagelzucker optional
Zubereitung
- Heizt den Ofen auf 170 °C (Ober-/Unterhitze) vor und buttert die Form gut ein. Legt zusätzlich ein zugeschnittenes Stück Backpapier auf den Boden eurer ausgebutterten Form. Putzt die Früchte eurer Wahl und schneidet größeres Obst (wie z. B. Pfirsiche) in größere Stücke. Es darf gerne etwas rustikaler aussehen, exakte Schnitzkunst ist nicht erforderlich oder erwünscht. Stellt das Obst kurz beiseite.
- Gebt Mandeln, Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Zimt und Kardamom zusammen in eine größere Rührschüssel und vermischt diese trockenen Zutaten miteinander. In ein hohes Gefäß (z. B. einen großen Messbecher) gebt ihr nun Pflanzenmilch und Apfelessig – und rührt anschließend in den Zucker und das Öl mit in die Flüssigkeiten.
- Formt in der Mitte der Mehl-Mischung eine Mulde und gießt dort die Pflanzenmilch-Zucker-Öl-Mischung hinein. Mit einem Silikonspatel oder Holzkochlöffel rührt ihr beide Teile zusammen, genau so lange, bis alles so gerade eben vermischt ist. Es ist okay, wenn noch ein paar Klümpchen im Teig sind.
- Gebt den fertigen Teig nun in die Form und verteilt darauf die Früchte.
- In der Mitte des Backofens für ca. 45 – 55 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen! Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, lasst ihn auf einem Kuchengitter auskühlen und stürzt ihn dann erst einmal (um das Backpapier von der Unterseite zu entfernen) und dann noch einmal (um ihn wieder richtig herum zu sehen), bevor ihr ihn serviert.
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Hui lecker! Ich backe regelmäßig vegan. aber diese Ersatz Dinger mag ich auch überhaupt nicht, die kommen mir nicht ins Haus. Hab das auch noch nie ausprobiert. Warum auch, wenns ohne ebenso gut geht?
Liebst,
Ulrike