Grüne Kopfsalat-Suppe

Grüne Kopfsalat-Suppe

Irgendwo, irgendwann bin ich einst über ein Rezept für Kopfsalat-Suppe gestolpert und musste erst einmal stutzen: Kopfsalat-Suppe? Hä?

Dabei scheue ich bei Suppen eigentlich vor nichts zurück: Ob kalte Kohlrabi-Suppe mit Meerrettich und Kresse oder herzhafte Kürbis-Erdnuss-Suppe, ich experimentiere gern mit allerlei Gemüse, Gewürzen und Aromen. Aber Kopfsalat kam mir dann doch irgendwie komisch vor.

Als wir nun aus unserem dreimonatigen Sabbatical zurückkamen und uns gleich drei frische Salate aus dem elterlichen Schrebergarten als Willkommensgeschenk überreicht wurden, erinnerte ich mich (warum auch immer) direkt daran zurück. Und zack, schon im nächsten Moment stand ich in der Küche und blanchierte grüne Salatblätter.

Mir hat die Kopfsalat-Suppe sehr gut geschmeckt – und deswegen habe ich sie auch bereits drei Mal zubereitet. Sie schmeckt frisch, grün, aber irgendwie auch elegant. Als Lorbeerblatt-Enthusiast konnte ich es mir nicht nehmen lassen, eins davon kurz in die Suppe zu geben. Wer den Geschmack von Lorbeer nicht so gerne mag, kann es einfach weglassen. Am besten wird die Kopfsalat-Suppe übrigens lauwarm serviert, so kommen die klassischen Aromen ideal zur Geltung.

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Grüne Kopfsalat-Suppe

Grüne Kopfsalat-Suppe

DRUCKEN
Servings 2
Calories 160kcal

Zutaten

  • 20 g Butter
  • 1 kleine Zwiebel (50 g)
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 kleines Lorbeerblatt (optional)
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 Kopfsalat (bei mir geputzt 200 g)
  • 100 g Saure Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronensaft

Zubereitung

  • Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
  • Butter in einem kleinen Topf erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin ca. drei bis fünf Minuten glasig dünsten. Sie sollten keine Farbe annehmen oder dunkle Röstaromen entwickeln.
  • Anschließend mit der Gemüsebrühe aufgießen, das Lorberrblatt zufügen und leise simmern lassen.
  • Nun den Kopfsalat putzen und die schönen grünen Blätter beiseite legen.
  • Einen Topf mit Wasser zum kochen bringen und die Salatblätter darin nur eine Minute kurz blanchieren. Anschließend in ein Sieb geben und kurz mit kaltem Wasser abschrecken – so bleiben die Blätter schön grün.
  • Das Lorbeerblatt entfernen, dann die Suppe gemeinsam mit den Salatblättern in ein hohes Gefäß geben und pürieren.
  • Saure Sahne unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
  • Beiseite stellen, bis die Kopfsalat-Suppe die gewünschte Temperatur erreicht hat.

Notizen

Dazu passt knuspriges Baguette. 

25 Kommentare

  1. Zunächst mal: welcome back! Schön, dass du wieder im Rezepte-Business bist! 🙂 Dass man Kopfsalat zu einer Suppe zubereiten kann, lese ich gerade zum ersten Mal, bin aber jetzt schon überzeugt, dass das mega schmeckt!
    LG
    Sabrina

    1. Das ist wirklich super, war selbst überrascht. Echt eine schöne Abwechslung zu klassischem Kopfsalat. Werde die Suppe bestimmt noch ein paar Mal kochen in den nächsten Wochen.

      1. Hallo alle miteinander!
        Die Kopfsalatsuppe stammt aus der Pfälzer Küche und ist ein klassisches Arme-Leute-Gericht. Ganz traditionell wird's durch die Zugabe von Radieschengrün, das tatsächlich mit hinein gehört.
        Zu solchen Suppen werden eigentlich süße Beilagen gereicht, so z. B. Quetschekuche (Zwetschgenkuchen) oder Berliner. Wer diese typisch Pfälzer Zusammenstellung nicht mag, bleibt einfach bei Brot o. ä.

        LG
        Constanze

    1. Es stehen ja noch einige Reiseberichte aus, aber irgendwie komme ich gerade nicht dazu... Aber bald. 🙂
      Liebe Grüße,
      Christina

  2. Ich hab früher gerne mal Haus und Garten der Eltern gehütet und stand dann als Einzelperson einer Kopfsalat-Schwemme gegenüber. Es gab dann geschmorten Salat und auch Suppe. Ich muss wohl mal Salat kaufen und Suppe kochen, denn sie ist toll.

    1. Die Suppe ist einfach eine tolle Abwechslung, wenn man nicht alles als klassischen Salat essen will oder kann. Bin total begeistert von der Möglichkeit!
      Liebe Grüße!

    1. Schmeckt wirklich richtig gut, ich hab's anfänglich auch kaum glauben wollen. Aber jetzt bin ich süchtig. 8D

  3. Welcome back! 🙂 Ich hatte mal vor Jahren so ein Rezept gehabt, das war im Zeit Magazin gewesen oder so? und habe es auch schon sehr oft gekocht, der Salat der Biokiste ist zu groß für 1 Person... Auf jeden fall packt der Koch (Christian Jürgens) noch Merretich aus dem Glas in die Suppe und frischen als Garnitur oben drauf. Und nen ganzer Bund Petersilie kommt auch rein. Auf jeden Fall auch ein sehr gutes Rezept, konnte mir früher nie vorstellen aus Salat eine Suppe zu zaubern!

    1. Lieben Dank für das Rezept, Susanne! Ich glaube, aus dem Grundprinzip Salat-Suppe lässt sich total viel machen, insofern nehme ich gerne Rezeptvorschläge entgegen. 🙂

  4. Wie schön, dass es bei Dir auch so wunderbar grünt! Eine Kopfsalatsuppe steht auch schon lange auf meinem Plan und wie ich sehe, sollte der schleunigst mal in die Tat umgesetzt werden!

  5. Liebe Christina,
    es grünt so grün......, einfach ein schöner Anblick auf deinem Teller. Ich muss doch wirklich auch einmal Kopfsalatsuppe probieren. Es wird Zeit dafür.
    Sonnige Grüße
    Sigrid

  6. Von Kopfsalatsuppe habe ich nun schon mehrfach gehört, aber nie ausprobiert. Die hier sieht jedenfalls sehr fein aus. Lieben Gruß Sylvia

  7. In meinem Heimatland essen wir auch Kopfsalat Suppe. Aber das wird nicht püriert. Das hier sieht optisch total hübsch aus...ich sollte es auch ausprobieren.
    LG, Diana

  8. Gerade nachgekocht, war sehr lecker, vorher konnte ich mir darunter so gar nichts vorstellen. Ein ganz kleines bisschen hat's mich seltsamerweise an Spinat erinnert. Vielen Dank auf jeden Fall für das Rezept! Hatten dunkles Brot mit Butter dazu, was die Suppe sehr gut ergänzt hat.
    Da ich (v.a. bei den aktuellen Temperaturen) gerne möglichst wenig Aufwand habe, habe ich den Salat gar nicht erst einzeln gekocht und abgetropft und dann noch mal alles umgefüllt, sondern direkt zu der Brühe dazugegeben, Deckel drauf und dann nach einer Minute Kochzeit auch direkt mit dem Stabmixer im selben Topf püriert. Ich hab zwar keinen Vergleich, wie es sonst geworden wäre, aber so hat es super geklappt und war trotzdem schön grün 🙂

    1. Liebe Clara, das freut mich zu hören! Ist ja spannend, dass deine Suppe trotzdem schön grün war, ich hatte vorher immer gelesen, dass man die Blätter dringend einzeln blanchieren soll... vielleicht auch so ein Küchenmythos, der gar nicht wahr ist? Ich probiere es bem nächsten Mal auch mal aus wie du. Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar!

  9. Pingback: Kartoffelsalat mit Blumenkohl, Erbsen und Radieschen - kuechenlatein.com

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