Sellerie-Suppe mit Butternusskürbis (vegan)

Ich führe diesen Blog im neunten Jahr und habe es bis heute nicht geschafft, ein selleriezentrisches Rezept zu veröffentlichen. Bekloppt, irgendwie. Denn ich finde, dass Sellerie ein tolles Gemüse ist, das vielen Gerichten das gewisse Extra-Aroma gibt, aber selten in der Hauptrolle glänzt.

Ein ähnliches Schicksal trägt übrigens Lauch, das hatte ich hier vor einiger Zeit bereits angeprangert. Heute gibt es also Sellerie-Suppe mit Butternusskürbis, wobei der geschmackliche Fokus klar auf Sellerie liegen soll.

Für den Fall, dass ihr es euch nicht eh schon gedacht habt: Ich verwende für diese Suppe Knollensellerie, nicht Staudensellerie.

Unterschiede Staudensellerie und Knollensellerie

Staudensellerie ist grün, langstielig und lacht euch aus einer Bloody Mary (einer meiner Lieblingscocktails!) an. Man kann die knackigen Stangen roh mit Dip knabbern oder in Salaten verwerten.

Knollensellerie hingegen ist – wie der Name schon sagt – eher knollig und fest, schmeckt intensiver und enthält deutlich weniger Wasser. Wenn ich es auf einen Satz herunterbrechen müsste:
Staudensellerie erinnert eher an knackiges Gemüse wie grüne Paprika, Knollensellerie an Wurzelgemüse wie Pastinake oder Petersilienwurzel. Für Suppen, Pürees und Co. würde ich zum Beispiel immer Knollensellerie benutzen, auch wenn beide Arten vom Aroma her ähnlich sind.

Kommen wir zurück zur Sellerie-Suppe mit Butternusskürbis: Weil Sellerie sehr geschmacksintensiv ist, kann ein geschmacklich zurückhaltender Gegenspieler nicht schaden.

Ende Herbst bietet sich dafür natürlich Kürbis an. Es muss kein Butternuss sein, Muskatkürbis oder Hokkaidokürbis würden den Job ebenso gut erledigen. Thymian und Zimt sorgen für ein interessantes Aromen-Add-On und geröstete Kürbiskerne geben der Suppe den letzten Schliff und Crunch. Crunch ist wichtig, wisst ihr ja.

Die Suppe ist vegan, weil ich Creme VEGA benutzt habe anstelle von saurer Sahne oder einem ähnlichen, säuerlichen Produkt auf Milchbasis. Wenn ich nichts dergleichen habt (oder benutzen wollt), könnt ihr das auch einfach weglassen.


Saisonal schmeckt's besser im November

Die Sellerie-Suppe ist übrigens wieder mal ein Beitrag für die Saisonal-schmeckt's-besser-Runde im November. Ich finde die Aktion jetzt, im Herbst, noch viel spannender und inspirierender als im Sommer. Hier geht's zu den Rezepten meiner geschätzten Kolleg*innen:


Sellerie-Suppe mit Butternusskürbis (vegan)

DRUCKEN
Servings 3
Calories 287kcal

Zutaten

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel geputzt ca. 100 g
  • 1 Knolle Sellerie geputzt ca. 450 g
  • 550 g Butternusskürbis
  • 30 g vegane Creme fraiche z. B. Creme VEGA
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • ¼ TL Zimt
  • ½ TL Thymian
  • 30 g Kürbiskerne

Zubereitung

  • Zwiebeln fein hacken, Sellerie und Kürbis in etwa würfelgroße Stücke schneiden.
  • Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln dazu geben und darin glasig dünsten, sie sollen nicht bräunen. Immer mal wieder rühren – für ca. 2 bis 3 Minuten.
  • Sellerie und Kürbis dazugeben, kurz anrösten lassen, anschließend mit Gemüsebrühe ablöschen. Zimt und Thymian zufügen.
  • Alles zusammen ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis Kürbis und Sellerie weich sind.
  • Die Suppe mit einem Pürierstab glatt pürieren, vegane Creme fraiche hinzugeben und prüfen: Passt die Konsistenz so? Gebt ansonsten gerne noch etwas Gemüsebrühe oder Wasser hinzu.
  • Zum Schluss fix die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne fettfrei anrösten, über die Suppe streuen und servieren.

Notizen

Wenn ihr nur zu zweit seid, könnt ihr die dritte Portion prima einfrieren und bei Bedarf auftauen. 



6 Kommentare

  1. Pingback: Pasta mit Rote-Bete-Ziegenkäse-Sauce, karamellisierten Walnüssen und Feldsalat ❤ • Nom Noms food
  2. Alles sehr lecker. Wenn ich eine Suppe in der Art mache gebe ich Sie anschließend immer durch ein Sieb ist zwar anstrengend aber schmeckt mir besser und ein bisschen eleganter.

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