Lebkuchen-Blondies mit Karamell

17. September 2012
Lebkuchen-Blondies mit Karamell

 

Hi, ich bin’s – kennt ihr mich noch? Ja, Christina, ich poste hier eigentlich ab und an mal, was ich so gekocht und verspeist habe. Dann aber trat ein Unternehmen namens Vodafone in mein Leben und seitdem ist nichts mehr, wie es einmal war. Gerade aber bin ich online. Nur wie lange dieser Zustand andauert, vermag ich nicht zu prophezeien. Deshalb kurz zum Wesentlichen – nämlich diesen köstlichen Lebkuchen-Bondies mit Karamell.

Dieses Rezept stammt ursprünglich aus der Winterküche von Tanja Dusy. Das Buch wurde mir letztes Jahr zu Weihnachten von meinen Eltern geschenkt und bisher habe ich es kläglich vernachlässigt – und dies liegt vor allem daran, dass die Rezepte sehr fleischlastig sind. Das finde ich schade, weil die Sommerküche ein so gemüse- und obstlastiges Buch ist und ich davon ausgegangen bin, dass auch hier meistens ohne Fleisch oder Fisch gekocht wird. Doch davon abgesehen ist das Buch wirklich schön und überzeugt durch ein ausgewogenes Verhältnis von herzhaft und süß, modern und klassisch, einfach und gehoben. Ich kann es – für Fleischesser – uneingeschränkt empfehlen; Vegetarier sollten vor dem Kauf aber mal einen Blick reinwerfen, ob es die 25 Euro wirklich wert ist.

Zurück zu den Blondies: Im Original sind es Brownies, die im Gegensatz zu meinem Rezept nicht mit lächerlichen 50, sondern mit stattlichen 350 Gramm Schokolade aufwarten. Aus diesem Grund wurde mein Teig nur ganz zart karamellfarben – was aber sehr gut zum Rezept passt. Einen Teil der Butter habe ich durch Apfelmus ersetzt, das für einen dezenten, aber traumhaften Bratapfelgeruch sorgt. Die getrockneten Kirschen habe ich ebenso wie die Nüsse weggelassen.

Nichtsdestotrotz (oder gerade deswegen?) waren die Blondies phänomenal lecker, vor allem noch leicht warm. Sie sind im Vergleich zum Original übrigens auch noch ziemlich figurfreundlich. Ich werde sie bestimmt noch einige Male so backen, vielleicht sogar mal einen Apfel in Stücken unter den Teig heben.

Und wenn hier jetzt Jemand meckern will, weil ich schon Mitte September scheinbar Weihnachtskram produziere – ich stehe dazu! Ich sehe es auch als meine Pflicht, als Foodblogger möglichst früh Rezepte für die nächste Weihnachtsfeier zur Verfügung zu stellen – als Leser muss man ja auch planen, oder? Naja, und außerdem stehe ich drauf. Ich habe auch schon eine Packung Gewürzspekulatius im Schrank. Jetzt ist er schließlich noch frisch und knusprig.

Lebkuchen-Blondies mit Karamell
Rezept für eine quadratische Backform (24 x 24 cm), 16 Stück

Zutaten
125 g weiche Karamell-Pralinen (z.B. Werther’s Echte Caramelts)
50 g Vollmilchschokolade
150 g Butter
250 g Mehl
2 Prisen Salz
1 TL Lebkuchengewürz
1 großzügige Prise Muskatnuss
2 Eier
200 g Rohrzucker
100 g Apfelmus

Zubereitung
Den Backofen auf 175 °C (Ober-/ Unterhitze) vorheizen. Eine quadratische Backform mit Butter einfetten und mit Backpapier auslegen. Die Karamell-Pralinen halbieren oder vierteln. Schokolade und Butter in Stücke schneiden und im heißen Wasserbad bei mittlerer Hitze unter Rühren schmelzen. Beiseite stellen und leicht abkühlen lassen.

Mehl, Salz, Lebkuchengewürz und Muskatnuss mischen. Eier und Zucker mit einem Schneebesen leicht verrühren. Anschließend erst die Schokoladenmasse und das (den?) Apfelmus, dann die Mehlmischung unterrühren und zum Schluss die Pralinen unterheben.Den Teig in die Form füllen und die Oberfläche glatt streichen. Im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 20 bis 25 Minuten backen. Der Teig sollte oben fest gebacken, innen aber noch feucht sein und auf Druck nachgeben – am besten die Stäbchenprobe machen.

Aus dem Ofen nehmen, leicht auskühlen lassen, aus der Form lösen und in 16 Quadrate schneiden. Ich habe die Lebkuchen-Blondies anschließend noch mit einem Zuckerguss und Haselnusskrokant verziert.

Quelle
Winterküche: Voller Wärme, Kraft und Sinnlichkeit*

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14 Kommentare

  • Antworten grain de sel 17. September 2012 at 16:35

    Das erste Foto mit dem Gold-Glitter im Hintergrund ist der Hammer!

    Das Original-Rezept hast du in deinem Rezept nicht festgehalten, sondern *nur* deine Version, stimmts? Und *Sommerküche* sollte ich kaufen??

  • Antworten Coconut and Vanilla 17. September 2012 at 16:58

    Also ich mag das Buch Winterküche ja sehr, obwohl wir nur wenig Fleisch essen. Das Sommerküche hingegen hat mich nicht angesprochen ;).

    Das Rezept ist gleich gemerkt, das klingt nämlich oberlecker! Bei uns haben im übrigen auch schon die ersten Pfeffernüsse Einzug gehalten und auch Lebkuchen (aber nur die guten echten) mussten schon dranglauben.

    LG Lena

  • Antworten Christina 17. September 2012 at 17:09

    @micha:
    danke! das im hintergrund ist das flitterpapier von den bonbons – für das rezept hier musste ich also ordentlich müll produzieren *ärger*
    mein rezept hat mit der originalversion quasi nix mehr gemeinsam – obwohl die bestimmt auch echt lecker ist. wurde aber auch schon mal gebloggt, u. a. von kirsten (http://sugarandspice-foodblog.blogspot.de/2011/11/es-wird-weihnachtlich-lebkuchen.html).

    von mir gibt's (für fleischmöger) eine kaufempfehlung für beide bücher. :>

    @lena:
    komisch, so unterschiedlich sind die geschmäcker! ich mag die winterküche ja auch, aber leider ist wirklich so oft irgendwas wurstiges drin… vielleicht muss ich mir da einfach was einfallen lassen, um es bestmöglich zu vegetarisieren…

  • Antworten Nina 17. September 2012 at 17:34

    Wow, die sehen toll aus – das Rezept wird direkt gespeichert!

    Ich habe übrigens schon im August die ersten Nürnberger Elisenlebkuchen verdrückt – die gibt es dort ja das ganze Jahr zu kaufen *g*

    Liebe Grüße – und dickes Daumendrücken, dass Euer Internet bald wieder komplett funktioniert

    Nina

  • Antworten SchokoCupcake 17. September 2012 at 17:40

    Bei mir gibt es so weihnachtliches Gebäck erst im Dezember, aber dafür speichere ich es mir schonmal. Klingt nämlich sehr sehr lecker.
    LG
    Gesine

  • Antworten Katharina 17. September 2012 at 20:17

    Noch ein Grund mehr, die beiden Bücher von Frau Dusy auf die Liste zu setzen. ich hab ausgemistet, da ist jetzt Platz im Bücherschrank. 🙂
    Ich speichere das auch gleich mal ab, Weihnachten kommt früh genug, obwohl ich um Spekulatius und Lebkuchen bis zum 1. Dezember immer einen großen Bogen mache.

  • Antworten NY-cheesecake 18. September 2012 at 5:20

    Jaaaa, Winterküche im September – ich bin dafür! Lebkuchen und Bratapfel müssen zelebriert werden!

    Und das Wort "figurfreundlich" ist gerade Musik in meinen Ohren 🙂

    LG
    Carina

  • Antworten Christina 18. September 2012 at 5:54

    Ja, ich hab auch auf den Kalender gesehen und "mmmh?" gemacht, aber ich sehe ein, dass du auch eine Gesamtverantwortung trägst und für dich ein paar Sonderregeln gelten.
    Liebe Grüße und viel Spaß in der Weihnachtsbäckerei!

  • Antworten herzgeheimnis 20. September 2012 at 11:05

    oh, ich freue mich schon so auf die Weihnachtszeit! Jetzt kann ich Lebkuchen noch nicht sehen, aber in 1-2 Monaten…

  • Antworten Christina 20. September 2012 at 18:38

    @nina: dankeschön. :> morgen sind es schon zwei wochen ohne regulären anschluss und es ist kein ende in sicht.

    @schokocupcake: danke!

    @katharina: haha, ja dann los! 😀

    @ny-cheesecake: toll, freut mich, dass es so gut bei dir ankommt! los gehts! 😀

    @christina: nicht wahr? danke für dein verständnis. :>

    @herzgeheimnis: der dezember ist ja schneller da als man glaubt.

  • Antworten Kirsten 21. September 2012 at 19:04

    Och, es ist doch selten zu früh für selbstgemachtes Weihnachtsgebäck – für die Lebkuchen im Supermarkt meiner Meinung nach hingegen schon… ;o) Ich habe im letzten Jahr mal die Lebkuchen-Karamell-Brownies nach dem Original-Rezept aus dem Winterküche-Buch nachgemacht und bin bei deinem Post kaum auf die Idee gekommen, dass es sich um dasselbe Rezept als Grundlage handeln könnte… Klingt aber super, vielleicht versuche ich dieses Jahr mal deine Version!

    Liebe Grüße,
    Kirsten

  • Antworten NATALiJA WANTS YOU! ♥ 7. Oktober 2012 at 14:31

    oiiii, lecker :O :))))

  • Antworten Anonym 29. November 2012 at 21:45

    Hallo 🙂
    Das Rezept ist toll.
    Wirklich sehr lecker. Vor allem war, mit dem herrlich geschmolzenen Karamell.
    Danke!

  • Antworten Anonym 8. Dezember 2012 at 18:43

    KÖSTLICH!

    Ganz lieben Dank für das tolle Rezept, alle Tester waren total begeistert. Ich hab jetzt noch fünf Stückchen eingefroren und freue mich schon, sie beim nächsten Weihnachts-Süß-Verlangen
    aufzutauen und warm aus dem Ofen zu genießen 🙂

    Liebe Grüße,
    Leonie

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