Gebackener Kürbis mit Schwarzkümmel, Basilikum und Auberginendip (vegan)

11. November 2012
 
Mit diesem Rezept eröffne ich die Kunstlicht-Saison 2012.
Wenn ich zur Zeit von der Arbeit nach Hause komme, dämmert es schon – und
bis dann das Essen auf dem Tisch steht, ist es längst stockduster. Aber da ich
auch am Wochenende selten vor 19 Uhr zu Abend esse, muss ich mich wohl mit so lästigen
Dingen wie Weißabgleich und ISO beschäftigen. Zwar besitze ich auch einen
riesigen „Profi“-Schirm mit Tageslichtlampe, aber damit habe ich mich bisher
irgendwie nicht mit anfreunden können. Das waren also 100 ziemlich schlecht
investierte Euro. Aber: Ich finde schon, dass sich meine Fotos im Vergleich zu
letztem Jahr gebessert haben, auch ohne Extra-Geschirr.
 Das hier z. B. finde ich gar nicht so übel: Mit dem Auberginendip
habe ich mir im Nachhinein betrachtet – rein bildkompositorisch – keinen
Gefallen getan, aber naja, nun isser nun mal mit drauf.
 
Das Essen: Großartig. Ich weiß, dass Kürbisgerichte aus dem
Ofen wahrscheinlich das uninteressanteste sind, was man zur Zeit auf deutschen
Foodblogs posten kann – Inflation und so! – aber auf diese Art und Weise habt
ihr ihn bestimmt noch nie gegessen. Das Rezept war meine
Premiere aus Ottolenghi – Das Kochbuch
und hat uns völlig vom Hocker gehauen. Die Küche von Yotam Ottolenghi und Sami
Tamimi steht (laut Selbstbeschreibung) für, Frische, Kontraste, Aromen und Orient – und das wird bei
diesem Rezept gut deutlich: Der erdig-süße Kürbis trifft ätherischen Basilikum
und knusprige Kerne (besonders genial: Schwarzkümmel!) und einen köstlichen
Auberginen-Dip. Eine phänomenale Komposition, die mir selbst so sicherlich nie
eingefallen wäre.
 
 
Gebackener Kürbis mit Schwarzkümmel, Basilikum und
Auberginendip
für 2 Personen als leichte Hauptspeise
 
Zutaten
für den Kürbis
600 g Kürbis, geputzt und in Spalten geschnitten
1 EL Olivenöl
1 EL Kürbiskerne
1 EL Sonnenblumenkerne
1 EL Sesam
1 TL Schwarzkümmel
15 Basilikumblätter
Fleur de Sel
Pfeffer
 
für den Dip
1 Aubergine
150 g Sojajoghurt, ungesüßt
1 EL Olivenöl
3 EL Zitronensaft
1 EL Petersilie, gehackt
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
Salz
Pfeffer
 
Zubereitung
Den Backofen auf 220° vorheizen. Die Aubergine putzen und
mehrfach mit einer Gabel oder einem Spieß einstechen. Entweder über einem
Gasbrenner ca. 12-15 Minuten rösten, bis die Haut aufreißt und sich ein
rauchiger Geruch in der Küche verbreitet. Alternativ ca. 1 h lang unter dem
heißen Backofengrill rösten und gelegentlich wenden, bis sie ganz verschrumpelt
ist. Dann die Aubergine der Länge nach aufschneiden und das weiche, weiße
Fleisch aus der Haut lösen – das verbrannte Äußere wollen wir natürlich
nicht mitverwenden. Fruchtfleisch in einem Sieb ca. 10 Minuten abtropfen
lassen, auf einem Schneidebrett grob hacken und dann mit den restlichen
Dip-Zutaten verrühren. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Da
der Dip ruhig ein wenig durchziehen sollte, kann man sich nun in aller Ruhe dem
Kürbis widmen:
 
Die Kürbisspalten mit Olivenöl bepinseln und auf ein
Backblech legen. Ordentlich salzen und pfeffern. Ungefähr 45 Minuten im Ofen
backen. Kurz vor Schluss die Kerne in einer Pfanne fettfrei rösten (Ottolenghi
macht das im Ofen, aber das muss ja nu wirklich nicht sein… ).
Den gebackenen Kürbis mit Kernen bestreuen und mit Basilikm
garnieren. Den Auberginendip separat dazu reichen.
Quelle
Yotam Ottolenghi: Das Kochbuch. Mediterran – orientalisch – raffiniert.

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7 Kommentare

  • Antworten Vegan Momo 11. November 2012 at 17:04

    Ich finde, dass man nie zuviele Kürbisrezepte haben kann! Und da ich noch zwei da habe, freu ich mich sehr über deinen Post! Das sieht super aus! Und Schwarzkümmel kenn ich auch noch nicht! 😀

    LG, Momo

  • Antworten Cookies N' Style 12. November 2012 at 10:47

    Wow! Bei deinen Rezepten läuft mir echt das Wasser im Mund zusammen! Und du machst auch so viel mit Kürbis, das gefällt mir!

    Grüße!

  • Antworten nike 12. November 2012 at 12:00

    kürbis ist noch da, aber ich werde gleich wohl noch auberginen kaufen müssen. sieht großartig aus!

  • Antworten Anonym 13. November 2012 at 8:45

    Das Essen war der Wahnsinn!! Das sollten wir dringend nochmal machen, gerade der tolle Dip dazu war genau richtig!

    (hier ist übrigens dein liebender Freund) 😀

  • Antworten Christina 18. November 2012 at 21:47

    @vegan momo: eigentlich hast du recht, kürbisrezepte kann man nie genug haben! :>

    @cookies: dankeschön! ja, kürbis ist hier immer ganz groß. weiß gar nicht, wie ich über frühling und sommer ohne auskomme. 😉

    @nike: danke!

    @anonym: und ich denk mir so: geil, so'n richtig netter kommentar von anonym. 😀

  • Antworten Samira aus der Kochwelt 21. November 2012 at 20:40

    Deine Bilder sind super schön! Auch wenn man sich an das wenige Licht das man zur Zeit zur Verfügung hat erst einmal gewöhnen muss. Aber es sieht schön aus, total farbenfroh! Mir gefällt es sehr, es ist immer schön wenn dass essen so aussieht wie es auch auf dem Teller aussieht 😉

    Kürbisspalten gehören seit diesem Jahr nun zu meinen Liebsten Möglichkeiten einen Kürbis zu verarbeiten, neben Suppe natürlich. Bis jetzt habe ich sie einmal scharf gegessen und einmal nur mit Salz und Pfeffer. Schwarzkümmel und Basilikum klingen aber auch sehr passend *yummie*.

    Liebe Grüße aus der Kochwelt
    Samira

  • Antworten sammelhamster 7. November 2013 at 18:10

    Das war ja mal richtig gut!
    Danke für's Rezept,

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