Vichyssoise – kalte Suppe aus Kartoffeln und Lauch

Ich kann ja immer (viel) essen und dementsprechend machen mir hohe Temperaturen nichts aus. Eine kalte Suppe tut natürlich besonders gut – und deswegen habe ich euch heute einen französischen Klassiker namens Vichyssoise mitgebracht.

Zwei weiße Schüsseln stehen im Sonnenlicht auf einer Tischdecke mit floralem Print.

Eine Vichyssoise finde ich deswegen so spannend, weil sie aus Kartoffeln und Lauch geköchelt wird, und nicht wie diese ganzen anderen, modernen kalten Suppen à la Gazpacho aus Paprika oder Tomaten oder Gurken. Die mag ich zwar auch sehr, sehr gerne, aber selbst in dieser hochsonnigen Periode will ich nicht täglich fruchtig-mediterran essen. Kartoffeln, Lauch, gut gewürzt, mit ein bisschen Olivenöl und Sahne – einfach lecker und gerade im Sommer ein schönes, herzhaftes Abendessen mit ein paar Scheiben Baguette.

Vichyssoise hat übrigens eine witzige Geschichte – denn eigentlich ist die Suppe eine Erfindung aus den USA, allerdings von einem französischen Koch, der gebürtig aus der Nähe von Vichy stammte. Meine Variante ist eher die „schlanke“ und vegetarische Version des Klassikers, der zumindest bei Paul Bocuse mit ordentlich Butter (und natürlich Hühnerbrühe) gemacht wird.

Ein paar Hinweise zum Vichyssoise-Rezept

  • Traditionell wird nur der weiße Teil vom Lauch verwendet. Ich lege „weiß“ sehr großzügig aus und nutze auch noch das Hellgrüne. Nur die faserigen, dunkelgrünen Enden (ungefähr das letzte Drittel der Stange) verwende ich nicht.
  • Die Sahne-Menge ist variabel, also gießt gerne noch etwas mehr dazu, wenn euch der Sinn danach steht. Eine Alternative zu Sahne ist Milch (3,5%) oder, falls es vegan sein soll, eine pflanzliche Alternative, die sehr milchähnlich schmeckt. Mein Favorit ist die fettarme This is not Milk von Alpro*. Warum die mit 1,5% besser schmeckt als die mit 3,5%, weiß ich nicht, aber es ist ein Fakt.
  • Vichyssoise verträgt eine ordentliche Menge Salz – wie viele kalte Suppen. Dennoch würde ich vorschlagen, erst kurz vorm Servieren final abzuschmecken.

Wenn ich euch von dem Konzept „kalte Lauchsuppe“ nicht überzeugen kann, probiert doch eines meiner anderen kalten Suppen-Rezepte aus.

Zwei weiße Schüsseln stehen im Sonnenlicht auf einer Tischdecke mit floralem Print.

Vichyssoise – Kalte Suppe aus Kartoffeln und Lauch

Rezept für 2 Portionen als Hauptgericht
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Zutaten

  • 350 g Lauch vorwiegend den weißen Teil, geputzt
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 250 g Kartoffeln vorwiegend festkochend oder mehligkochend, geschält und in Scheiben geschnitten
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • Schnittlauch

Zubereitung

  • Die Zwiebel schälen und grob hacken. In einem großen Kochtopf das Öl erhitzen – nicht zu stark! – und die Zwieben darin für ca. fünf Minuten bei geschlossenem Deckel anschwitzen
  • In der Zwischenzeit Lauch putzen und in Ringe schneiden, Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Kartoffeln und Lauch in den Topf geben und für weitere 15 Minuten mit geschlossenem Deckel garen lassen, bis das Gemüse zusammengefallen ist. Gemüsebrühe zugeben und weitere 20 Minuten garen.
  • Suppe mit einem Stabmixer ganz fein pürieren, anschließend Sahne einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Ab in den Kühlschrank damit, am besten über Nacht, so dass die Suppe richtig schön durchkühlen kann. Mit gehacktem Schnittlauch und etwas Sahne servieren.

Notizen

Dazu passt frisches Baguette. 

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2 Kommentare

  1. Ach, das sieht doch super aus! Ich bin ja derzeit ein großer Fan von allem, was kalt ist, da kommt mir dein Vichyssoise-Rezept wie gerufen...

  2. wie maren richtig schreibt - zuerst zwei, dann ein "s" 🙂
    und braucht man gar keine brühe ins wasser? ist sie würzig genug?

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