Rucola-Basilikum-Kuchen mit Pinienkernen

2. Juli 2015
Rucola-Basilikum-Kuchen

Es gibt ja so Kochbücher, die will man unbedingt haben – und wenn sie dann vor einem liegen, starrt man drauf, blättert lustlos darin herum und fragt sich: „Was wollte ich jetzt nochmal damit?“

Wenn sich dieses Gefühl auf Dauer bestätigt, hat man es mit einem klassischen Fehlkauf (oder -geschenk) zu tun – ja, das gibt es auch bei Kochbüchern. Fehlkäufe treten nicht ausschließlich im Fashion- oder Beautybereich auf. Ist halt doof. Manchmal aber ergibt sich das Gefühl noch mit der Zeit. Ein Buch, zu dem ich lange keinen Zugang fand, finde ich zur Zeit ganz prima: Es handelt sich um Home Made Sommer* von Yvette van Boven. Ich habe es – glaube ich, hui – vor langer Zeit mal zum Geburtstag (oder zu Weihnachten?) bekommen und seitdem stand es als Zierde im Buchregal und staubte so richtig schön vor sich hin. Als ich jetzt noch einmal einen Blick hinein warf, warum weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, gefiel es mir plötzlich von vorne bis hinten und ich wusste gar nicht, womit ich zuerst anfangen sollte. Ich entschied mich für einen herzhaften Kuchen. Weil der fürchterlich lecker aussah.
Glücklicherweise ein Volltreffer: Der scharfe, bittere Geschmack von Rucola in Kombination mit dem mild-gewürzten Teig und den Pinienkernen hat direkt viele Fans gefunden und war ruckzuck aufgefuttert. Ich habe noch etwas Basilikum unter den Teig gemischt, denn der war da, wollte weg und hat dem Rucola-Kuchen eine noch sommerlichere Note verpasst.

Schmeckt warm, aufgetoastet oder zerkrümelt über dem Salat und ist auch schick abwandelbar mit Oliven, getrockneten Tomaten oder Feta.

Und ehrlich: Wann, wenn nicht jetzt, heute, noch in dieser warmen Sommerwoche?

Rucola-Basilikum-Kuchen mit Pinienkernen
Rezept für eine Kastenkuchenform, ca. 25 cm

Zutaten
100 g Rucola
25 g Basilikum
175 g Mehl
1 1/2 TL Weinsteinbackpulver
3 Eier
2 EL Saure Sahne
4 EL Olivenöl
1 EL Senf, mittelscharf (oder gern schärfer, wenn ihr ordentlich wumms mögt)
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
50 g Pinienkerne, leicht angeröstet

Zubereitung
Den Ofen auf 160 °C Ober-Unterhitze vorheizen.
Den Rucola und Basilikum waschen, in einer Salatschleuder trocknen und fein hacken.
Mehl mit Backpulver in eine Schüssel geben. Eier, Saure Sahne, Olivenöl, Senf, Salz und Pfeffer zufügen und mit einem Handrührgerät auf der höchsten Stufe fix miteinander verrühren.
Pinienkerne und Rucola unter die Masse heben.

Den Teig in eine gefettete Form füllen, ab in den Ofen damit und für rund 40 Minuten backen.
Don’t forget the Stäbchenprobe!

Kurz in der Form abkühlen lassen, dann herauslösen. Lauwarm oder auch kalt servieren.

Quelle und Inspiration
Home Made Sommer*

*Amazon-Affiliate-Link

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14 Kommentare

  • Antworten Anonym 2. Juli 2015 at 6:42

    Oh super! Ich mag so easy-peasy Backrezepte, Vorteige schrecken mich immer (noch) etwas ab. Und Kräuter im Teig sind sowieso genial. Wird garantiert nachgemacht. Deine Worte zu Kochbüchern, mit denen man nicht so ganz warm wird, kann ich gut nachvollziehen. Mir geht es mit "Täglich vegetarisch" von dem Hugh Fearnley-Whittingstall so, ich hab es immer wieder in der Hand, aber nachgekocht hab ich noch kaum was… Liebe Grüße, Miriam

  • Antworten grain de sel 2. Juli 2015 at 8:27

    Das merke ich mir fürs nächste Grillen – das Brot sieht schön speckig aus!

  • Antworten Christine 2. Juli 2015 at 13:33

    Mhh, sieht wirklich köstlich aus. Ich bin ständig auf der Suche nach leckeren Sachen, die man zu Picknicks mitnehmen kann und der Kuchen sieht aus als wäre er perfekt dafür. Wird bei dem schönen Wetter in letzter Zeit bestimmt mal nachgebacken!

  • Antworten Sandra 2. Juli 2015 at 19:22

    Wow, richtig tolle Idee 🙂 Genau das richtige für das Wetter! Kann ich mir gut zu einem leichten Salat beim Grillen vorstellen, mal etwas anderes als das übliche Kräuterbutterbaguette 🙂 Liebe Grüße aus Schenna bei Meran!

  • Antworten Anonym 3. Juli 2015 at 7:05

    Liebe Christina,
    mir geht es mir dem Buch ganz genauso. Ich habe es schon seit 1 Jahr im Regal und erst einmal Pancakes daraus gemacht. Irgendwie finde ich sonst so gar nichts richtig ansprechend, obwohl bestimmt alles ziemlich lecker ist. Und von der Gestaltung her gefällt es mir super gut, genau die richtige Mischung mit nicht allzu perfekten aufgestylten Bildern und persönlichen Anekdoten.
    Vielleicht probiere ich mal den Kuchen aus 🙂
    Liebe Grüße, Lena

  • Antworten Christina 5. Juli 2015 at 17:39

    Das mit den Vorteigen kenne ich. 🙂
    LG
    Christina

  • Antworten Christina 5. Juli 2015 at 17:39

    Speckig ist das richtige Wort! 😉
    LG <3

  • Antworten Christina 5. Juli 2015 at 17:40

    Liebe Christine, das freut mich! Guten Appetit schonmal!

  • Antworten Christina 5. Juli 2015 at 17:42

    Da hast du wohl recht, das passt! Obwohl gegen das gute alte Kräuterbutterbaguette auch nichts einzuwenden ist. 😉 Liebe Grüße zurück aus Düsseldorf!

  • Antworten Christina 5. Juli 2015 at 17:43

    Hey Lena, ist komisch, oder? Mir gefällt auch die Gestaltung super gut, aber irgendwie konnte ich mich nicht dazu erwärmen, mal das eine oder andere Rezept auszuprobieren. Komisch, dass es manchmal im Kopf klickt, und manchmal überhaupt nicht…
    LG
    Christina

  • Antworten Anonym 6. Juli 2015 at 6:12

    Hellö Christina,

    danke für das tolle Rezept – hab's am Wochenende gleich ausprobiert und es gefiel mir richtig gut! Die Idee mit den getrockneten Tomaten & Co. ist auch prima und ist dann das nächste Mal dran. 😉
    Liebe Grüße
    Anni

  • Antworten Papulas Beauty 24. Juli 2015 at 19:11

    Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

  • Antworten Papulas Beauty 24. Juli 2015 at 19:12

    Oh mein Gott….Ich bin am verhungern… Das sieht so super gut aus!

    Ich würde ein Däumchen hoch geben wenn das gehen würde 😀

    Lieben Gruß
    Papulas Beauty

  • Antworten We love it vegan Foodblog 6. Oktober 2015 at 20:20

    Auch wenn die Picknick-Zeit leider schon vorbei ist, das Brot sieht super lecker aus und wird auf jedenfall vor dem nächsten Sommer ausprobiert 😀😀

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