Foodblogbilanz 2017 – was, schon wieder ein Jahr um?

31. Dezember 2017
Goodbye, 2017
Wenn dieser Blogbeitrag veröffentlicht wird, streife ich hoffentlich gerade mit dem besten aller Männer durch die Straßen von London und schließe ein irgendwie seltsames Jahr 2017 ab. War 2017 gut? War 2017 schlecht? Ich tue mich schwer mit einer klaren Antwort, und wenn ich eins nicht leiden kann, dann unklare, diffuse, nichtssagende Antworten. 
Ich kann zwar fürchterlich diplomatisch sein – nicht selten zu diplomatisch –, aber im Grunde meines Wesens will ich stets die eine, die echte, die ehrliche, die wahre Antwort. Das geht aktuell nicht so gut, denn 2017 kann ich nicht in schwarz oder weiß (gut oder schlecht) sehen, sondern vor allem in allerlei Grauschattierungen, je nachdem, welchen Aspekt ich mir aussuche. 
Was nicht grau war, jemals grau sein wird: Bloggen! Hach, das hat mir dieses Jahr sogar wieder mehr Spaß gemacht als noch 2015 oder 2016. Früher dachte ich immer, ich kann/darf „nur“ Rezepte posten, weil Feines Gemüse eine bestimmte Linie haben muss. Mittlerweile weiß ich: Ja, Rezepte sind natürlich gut, Rezepte sind essenziell. Aber die Beiträge, die ihr am häufigsten gelesen und kommentiert habt, waren gar keine Rezepte. Aber mehr dazu in der diesjährigen Bilanz, die 2017 von Sabine gesammelt wird. 
1. Was war 2017 dein erfolgreichster Blogartikel?
Wie immer die Frage: Was ist „erfolgreich“? Gehen wir nach Views, dann definitiv mein kleiner Rant über Superfoods: Chia, nein danke! 5 Gründe, warum ich keine Superfoods kaufe. 
2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Definitiv auch der Superfoods-Artikel, weil er mich persönlich wieder auf Linie gerückt und mich nachhaltig davon abgehalten hat, Geld aus dem Fenster zu werfen. Genau so geht es mir bei dem Rezept für selbstgemachtes Nutella, der inhaltlich stark auf Selbstgerechtigkeit und Pathos der Konsumenten zielte. Und natürlich der Post über meine alte und neue Küche
Wenn wir stur nach Rezepten gehen, ist mir das Pfifferlingsgulasch in äußerst schmackhafter Erinnerung geblieben.
3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Das kann ich – wie immer – so konkret nicht festlegen. Ich habe viel quer gelesen und weiß, das echte Perlen (auch außerhalb des Foodblog-Universums) dabei waren, aber mein Gedächtnis ist nicht das beste.
4. Welches der Rezepte, die du 2017 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
Oh, das war definitiv mein Klassiker-Rezept für Gazpacho. Irgendwann werde ich auch anfangen, im Winter kalte Suppen zu löffeln. 
5. Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2017 beschäftigt und warum? Guter und schlechter Konsum, Konsumgeilheit, Selbstgerechtigkeit, Hipster-Getue, Nachhaltigkeit, das ganze Drumherum. 
Dem Blog habe ich 2017 gleich zwei Mal ein neues Kleid übergestülpt (im Januar und im November), und jetzt ist er auch mobil fully beautiful. Endlich!
6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Ich kann an dieser Stelle nur unseren Besuch bei Nagaya in Düsseldorf erwähnen. Aber auch in Israel und in der Eifel haben wir mehrfach unvergesslich gut gegessen.
7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?Ich weiß gar nicht, woher alle anderen Blogger immer ihre schrillen Suchbegriffe her bekommen. Ich habe nun alles auf den Kopf gestellt – und das lustigste, das ich gefunden habe: 
alte küche mit hochschränke umsteilen (Hmmm, umstylen?)
artofelkäse (kartoffelkäse?)
8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2018?
Dass ich weiterhin Spaß am Bloggen habe, mich thematisch so ausbreiten kann, wie es mir (und hoffentlich auch euch) gefällt. 


___
So, und mit diesen Worten entlasse ich euch in ein gesundes (!) Jahr 2018. Lasst uns zusammen  diese Welt etwas bunter und schöner machen – und weniger gierig und gemein, sondern großzügig, genügsam und freundlich sein. Danke, dass ihr hier seid!


Bis ganz bald, 
Christina 

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10 Kommentare

  • Antworten zorra 31. Dezember 2017 at 9:16

    Geht mir mit 2017 wie dir! 2018 kann also nur farbiger werden. 😉

  • Antworten Wallygusto 31. Dezember 2017 at 9:46

    2017 war einfach ein Jahr – und außer den vielen schönen Urlauben kann ich kein echtes Highlight erkennen. Aber vielleicht bin ich da jetzt auch ungerecht. 😉 Ich wünsche Dir einen guten Rutsch & eine tolle Zeit in London! LG Karin

  • Antworten ostwestwind 31. Dezember 2017 at 9:57

    Hach Superfoods, du hast mir so aus der Seele gesprochen. Ein schönes Jahr 2018, so wie du es dir wünschst.

  • Antworten danielas foodblog 31. Dezember 2017 at 12:01

    Dein Pfifferlingsgulasch sieht aber auch wirklich toll aus. Warum bin ich da nicht früher drauf gestoßen 😉 jetzt muss ich bis zur nächsten Saison warten.
    Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr,
    Daniela

  • Antworten Maja 31. Dezember 2017 at 15:18

    Deinen Superfood-Artikel habe ich immer noch in guter Erinnerung, genau wie den genau zur richtigen Zeit kommenden Nutella-Artikel und vor allem den Reisebericht über die Eifel-Reise.
    Ansonsten geht es mir ähnlich wie dir, 2017 war in Vergleich zu anderen Jahren eher vor sich hinplätschernd, trotz einiger Veränderungen. Im Blog war es jedoch eher ruhig und gediegen.
    Auf ein tolles 2018 und viel Spaß noch in London!

    Liebste Grüße
    Maja

  • Antworten Sabine 1. Januar 2018 at 16:58

    Oh, London – da schicke ich doch gleich herzliche Grüße in meine Lieblingsstadt! Vielen Dank fürs Mitmachen bei der Foodblogbilanz, das freut mich. Und wenn du zumindest blogtechnisch sagen kannst, das Jahr war gut, hey, dann ist das doch viel wert! Ich drücke dir die Daumen, dass du das in einem Jahr im Rückblick auf 2018 auch für alle anderen Bereiche sagen kannst!

  • Antworten STADT LAND GNUSS 2. Januar 2018 at 15:08

    Ein toller Rückblick!
    Alles Liebe und Gute im neuen Jahr!

    Liebe Grüsse Ilona

  • Antworten Julia 2. Januar 2018 at 16:47

    Hallo Christina!
    Ich bin über den Jahresrückblick von Sabine hier gelandet. Ha! Da sehe ich direkt, wie sinnvoll es ist, an Blogparaden teilzunehmen (einer meiner Vorsätze für 2018). Ich freue mich hergefunden zu haben, schön hast du's hier! Interessant finde ich, dass du früher dachtest, dass du auf deinem Blog nur Rezepte posten "darfst". So geht es mir auch, bei mir gibt es "nur" Rezepte. In den Geschichten dazu erahnt man etwas über mich, aber so richtig persönlich präsentieren mag ich mich irgendwie immer noch nicht. Mhm, kann gar nicht sagen warum das so ist… Daher würde mich natürlich interessieren, wie es bei dir zu dem "Sinneswandel" kam und wie es sich anfühlt (du deutest ja schon an, dass es dir Spaß macht…).
    Alles Gute für 2018!
    Viele Grüße aus Köln 😉
    Julia

  • Antworten Christina 15. Januar 2018 at 19:55

    Hallo Julia,
    lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar! 🙂
    Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so recht, was ich dir auf deine Frage antworten soll. Ich möchte nach wie vor gerne einen Fokus auf Rezepte haben, aber eben auch um das Drumherum. Und damit meine ich nicht mich persönlich (über mich persönlich kann man genug auf Instagram und Twitter erfahren, ich lebe so gesehen ein ziemlich öffentliches Leben… ), sondern um anverwandte Themen, wie z. B. über vermeintliche Superfoods oder unseren Küchenumbau. Das ergänzt die Rezepte eben recht schön und ich würde mich freuen, wenn ich mehr Motivation und Zugang zu solchen Themen finden würde. 🙂

    Liebe Grüße und sorry für die späte Antwort!
    Christina

  • Antworten Christina 15. Januar 2018 at 19:55

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