Weiße Bohnen Kuchen (fast mehlfrei)

21. März 2012
Weiße-Bohnen-Kuchen

Im Moment schlage ich mich mit meiner Nachmachliste wirklich äußerst gut. Muss mir selbst auf die Schulter klopfen. Eines der vielen Rezepte, die ich ganz spontan auf den ohnehin schon viel zu hohen Stapel gepackt habe, konnte ich erst gestern Abend umsetzen. Es geht um einen süßen weiße Bohnen Kuchen. Den hatte ich vor kurzem bei Krisz gefunden habe. Hört sich doch abgefahren an, oder?

Dabei sind Süßspeisen mit Bohnen für mich eigentlich kein kulinarisches Neuland. Als japan-affiner Mensch bin ich mit der dort für alle möglichen süßen Backwaren verwendeten Adzuki-Bohne bestens vertraut. Insofern hatte ich von vornherein wenig Scheu, dieses Rezept auszuprobieren.

Und: Der Kuchen ist wirklich lecker. Ich persönlich würde nicht auf die Idee kommen, dass die Grundmasse aus pürierten Hülsenfrüchten besteht. Obwohl das Endprodukt definitiv anders schmeckt als  „normales“ Rührteiggebäck mit Butter und Mehl. Er ist sehr feucht und saftig (like!), duftet irgendwie nach frischen Madeleines und lässt sich irgendwo zwischen Rosinenstuten und Früchtekuchen ansiedeln.
Kleine Abwandlungen habe ich dennoch vorgenommen: Meine Rosinen wurden – mangels Rum – in Baileys eingelegt. Da ich diese Fläschchenaromadinger nicht mag, habe ich einfach drauf verzichtet.
Zu der Menge: Ich habe nach den Originalmengenangaben in meiner kleinen 20 cm Kastenform gebacken. Das ergibt 10 Stücke, also einen recht kleinen Kuchen. Man kann aber ohne Probleme auch auf eine quadratische Brownie-Form o. ä. ausweichen oder die Zutaten verdoppeln. Beim nächsten Mal werde ich noch eine Baileys-Glasur anmischen und darüber pinseln.

Weiße-Bohnen-Kuchen
Rezept für eine kleine Kastenform* (20 cm)

Zutaten
2 EL Rosinen
3 EL Bailey’s* (oder ein ähnliches alkoholisches Getränk eurer Wahl, alternativ: Apfelsaft)
200 g weiße Bohnen aus der Dose
2 Eier
30 g Vanillezucker
1 EL Zitronensaft
1 TL Backpulver
30 g Mehl
40 g Schokolade, gehackt

Zubereitung
Die Rosinen ein paar Stunden oder über Nacht im Alkohol einweichen.
Die Bohnen abtropfen lassen und mit dem Pürierstab pürieren. Kurz beiseite stellen.
Die Eier trennen. Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren. Anschließend mit Bohnenpüree und Zitronensaft verrühren. Mehl und Backpulver sieben und darüber geben, klumpfrei verrühren.
Schokolade und Rosinen unterheben. Nun noch fix das Eiweiß ganz steif schlagen und vorsichtig unterheben. In eine gebutterte oder mit Backpapier ausgelegte Backform geben. Bei 175°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 – 40 Minuten backen.

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5 Kommentare

  • Antworten Charlotte 21. März 2012 at 17:25

    Klingt irgendwie echt abgefahren! Aber wenn es auch Kartoffelkuchen und Rüblitorte gibt, warum nicht? Der Kuchen wandert jetzt jedenfalls auf meine Nachbackliste… 😉

    Liebe Grüße
    Charlotte

  • Antworten Culinaria Ungaria 21. März 2012 at 20:40

    Hallo Christina!

    Es freut mich aber sehr, dass Dir der Kuchen geschmeckt hat!! 🙂 Die Idee mit den Baileys-Rosinen ist einfach nur genial!!! Deine Fotos sehen auch seeeehr appetitanregend aus!!! Nyamiii! 🙂

    Liebe Grüße: Krisz! 🙂

  • Antworten Christina 23. März 2012 at 13:59

    Ich kann mich Charlotte nur anschließen, das hört sich abgefahren an. Ich setze das Rezept aber auf jeden Fall auf meine to-do-Liste.
    Viele Grüße!

  • Antworten Christina 24. März 2012 at 18:55

    stimmt, angesichts kartoffelkuchen, rüblitorte (oh, und zucchinikuchen!) – warum auch nicht mit bohnen?
    bin gespannt ob's dir schmeckt. 😉
    LG

  • Antworten Chaoselfe 28. März 2012 at 13:05

    Ich mag ausgefallene und einfache Sachen – werde den Kuchen auf jeden Fall mal nachbacken 🙂
    Klingt eindeutig zu verlockend 🙂

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