Selbstgemachter Holunderblütensirup

13. Juni 2012
Selbstgemachter Holunderblütensirup

Ich weiß, ich weiß, ich bin recht spät dran mit meinem Post zum Holunderblütensirup. Andere waren da weitaus schneller. Aber nachdem ich tagelang von allen möglichen Seiten angefixt worden war, spürte auch ich das dringende Bedürfnis nach literweise Sirupproduktion. Nur: Das Sammeln von Holunderblüten in der Düsseldorfer Innenstadt ist nicht ganz das, was ich mir vorgestellt habe. Also wurde die Mama angerufen – die eh mal wieder vorbeischauen wollte – und auf unbedenklichen Holunder in einem beschaulichen Park angesetzt. Wenige Tage hielt ich dann einen riesigen pinken Korb voller schöner Dolden in den Armen. Noch am selben Abend konnte ich mit dem Einlegen beginnen.

Ja, ihr habt richtig gehört: Einlegen. Für mich war das auch ganz neu. Selbstgemachter Holünderblütensirup wird kalt angesetzt und zieht einige Tage im Kühlschrank durch – ist also schon etwas zeitaufwändiger als z. B. Vanille- oder Schokoladensirup. Aber die Mühe lohnt sich, sehr sogar. Selbstgemachter Holunderblütensirup schmeckt richtig sommerlich und hat nur eine dezente Säure, die den typischen Geschmack nicht überlagert. Somit kann ich euch mein Rezept – das nicht meins ist, sondern von Juliane kommt, die es wiederum irgendwie von Steph hat – nur ans Herz legen.

Und wozu ist der Sirup dann gut? Ich habe ihn bisher nur pur mit Mineralwasser aufgegossen, aber auch der berühmte Hugo lebt von dem Geschmack. Außerdem macht er sich prima in Salatdressings und auf Eiscreme, in dieser Erdbeer-Quark-Tarte, als Beigabe in Joghurt… ach, es gibt so viele Möglichkeiten.

Selbstgemachter Holunderblütensirup
Rezept für ca 2,5 Liter

Zutaten
1,5 l Wasser
1,2 kg Zucker
ca. 20-25 Holunderblütendolden
1 Bio-Zitrone
25 g Zitronensäure

Zubereitung
Zucker mit Wasser in einen (großen!) Topf geben, aufkochen und ca. 10 Minuten kochen lassen. Anschließend abkühlen lassen. Die Blüten säubern, aber auf keinen Fall waschen, sondern nur leicht ausschütteln, damit sich mögliche Insekten verabschieden. Zu dolle sollte man aber auch nicht dabei vorgehen. Schließlich soll der Blütenstaub da bleiben, wo er hingehört.

Zitrone heiß abwaschen, trocken reiben und in dünne Scheiben schneiden. Mit den Blütendolden in eine große Schüssel oder einen Topf geben. Zitronensäure zugeben. Alles mit dem abgekühlten Zuckersirup übergießen und abgedeckt im Kühlschrank drei Tage ziehen lassen. Einmal täglich umrühren. Dann den Sirup-Ansatz durch ein Tuch filtern. Sirup erneut aufkochen und 10 Minuten kochen lassen. Anschließend mit einem Trichter in sterilisierte Flaschen oder Gläser füllen und fest verschließen.

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6 Kommentare

  • Antworten Sarah-Maria 13. Juni 2012 at 21:20

    oh ja! richtig lecker – ganz besonders mit sekt. 😀

    liebe grüße,
    sarah maria

  • Antworten Katharina 13. Juni 2012 at 21:38

    Nö nö, alles gut… ich war auch nicht viel früher dran. Und bei der Jagd nach den Dolden habe ich erfreut festgestellt, dass viele noch gar nicht aufgeblüht waren. Außerdem scheinen die Leute hier nicht sonderlich an Holunder interessiert zu sein, was mich sehr freut: Dann bleiben genug Dolden, aus denen später Hollerbeeren werden können! 🙂

  • Antworten grain de sel 14. Juni 2012 at 5:24

    Salatsauce – ich mache Holunderblütensirup en principe hauptsächlich für die Salatsauce 🙂

  • Antworten Mademoiselle A. 14. Juni 2012 at 7:36

    Mmmh, lecker! Ich mag ihn auch am liebsten mit Sekt 😉

    Liebe Grüße!
    von penneimtopf.blogspot.de

  • Antworten Anne 14. Juni 2012 at 13:20

    Man kommt ja derzeit gar nicht um Holunderblütensirup und vor allem Hugo herum. Hab mir das eigenltich auch noch vorgenommen den Sirup endlich mal selbstzumachen, aber wahrscheinlich wird das wohl eher nichts mehr – leider 🙁

  • Antworten zwergenprinzessin 16. Juni 2012 at 21:32

    ich hab von der schwieger-tante auch wieder welchen bekommen. liebeliebeliebe für holundersirup! so lecker!

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