Dinkel-Marmorkuchen

7. März 2018
Dinkel-Marmorkuchen

Wisst ihr noch, vor einigen Jahren, als es auf Koch- und Backblogs so bunt getrieben wurde, dass quasi nur Cupcakes und grell-verzierte Muffins gut genug waren? Mann, bin ich froh, dass wir das hinter uns haben und auch wieder mal einfache Klassiker aus dem Ofen zaubern dürfen. Heute möchte ich euch deswegen mit einem Dinkel-Marmorkuchen beglücken, einem Kuchen, den ich in den letzten Wochen gar drei Mal gebacken habe. Drei. Mal.

Ich muss sagen: Eigentlich bin ich mit meinem altbewährten Marmorkuchen-Rezept glücklich, ja, angekommen. Das ist selten, wirklich, in den wenigsten Fällen halte ich mich mehrfach nacheinander an ein- und dasselbe Rezept, wobei ich beim Kochen definitiv experimentierfreudiger bin als beim Backen. Warum ich mich dennoch an einem neuen Rezept für Marmorkuchen versucht habe? Ganz einfach: Akuter Kuchenhunger traf auf bunte Mehlreste – in diesem Fall Dinkelmehl (630), das schon seit Herbst 2017 untätig in der Vorratsschublade herumlag und dabei natürlich nicht an Qualität gewann. Die wenigsten Dinge gewinnen Qualität, so lange sie einfach nur herumliegen. Das gilt für Mehl ebenso wie für offene Öle, Nüsse, Cornflakes – oder mich selbst. (Käse oder Wein sind ein anderes Thema, dazu erzähle ich ein anderes Mal gerne mehr.)

Ich hatte ehrlich gesagt so meine Zweifel an dem Rezept, denn die 125 ml Wasser für den Teig kamen mir etwas seltsam vor. War ich etwa aus Versehen in eine intelligent versteckte Low-Fat-Falle getappt? Low-Fat-Low-Geschmack-Kuchen? Aber in der Not (sonntags, alle Geschäfte zu, Rezept nur halb gelesen und dann schon mittendrin) frisst der Teufel Fliegen und Christina halt wässrigen Kuchen. Doch mitnichten! Der Dinkel-Marmorkuchen schmeckt hervorragend, außerordentlich fein, und ist wirklich super-super-super fluffig. Kein bisschen wässrig, sondern einfach nur frisch & köstlich. So hervorragend, dass ich sogar auf eine Schokoladenglasur verzichtet und lediglich zu Puderzucker gegriffen habe.

Dinkel-Marmorkuchen

Dinkel-Marmorkuchen
Rezept für eine Guglhupf-Form

Zutaten
250 g Rohrzucker
4 Eier, getrennt
125 ml Wasser
250 g Dinkelmehl (630)
1 Pkg. Backpulver oder Weinsteinbackpulver
125 ml Öl
2 EL Kakaopulver, zuckerfrei
Butter und Paniermehl zum Ausfetten der Form

Zubereitung
Den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Zucker, Eigelbe und Wasser ca. 1 Minute mit dem Handmixer verrühren: Achtung, relativ flüssig. Aber keine Panik kriegen. Weiter geht’s:
Dinkelmehl mit Backpulver vermischen und abwechselnd portionsweise mit dem Öl unter die Ei-Zuckermasse rühren.
Die Eiweiße zu Schnee schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
Den Teig in zwei Hälften teilen; Bei einer Hälfte den Kakao unterrühren.
Die Form einfetten und mit Paniermehl bestäuben. Nacheinander beide Teighälften einfüllen und mit
einer Gabel kunstvoll einmal durch die Form quirlen.
Ab in den Ofen und auf mittlerer Einschubfläche ca. 45 – 50 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Quelle
Kochbar

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1 Kommentar

  • Antworten Tina 7. März 2018 at 18:57

    Das merke ich mir – bin auch noch auf eine Tüte Dinkelmehl in der Vorratskammer unten links gestossen

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