Zucchinipudding mit Pinienkernen und Oliven

2. Juli 2011
Zucchinipudding

Ein anderes Rezept aus der „Sommerküche“*, das mich sofort angelacht hat war der „Zucchinipudding wie in Griechenland“. Ehrlich gesagt weniger, weil ich die Optik so ansprechend fand – sah halt aus wie eine ganz normale Gemüsetarte oder so –, eher des Namens wegen. Unter Pudding habe ich mir nämlich die vergangenen 26 Jahre meines Lebens eher etwas anderes, nämlich eine ungemüsige, weiche, löffelbare Süßigkeit vorgestellt. Und das Internet hat mich auch nicht wirklich schlauer gemacht, als ich eine bekannte Suchmaschine mit „Zucchinipudding“ gefüttert habe – obwohl ich durchaus Rezepte mit einem solchen oder ähnlichen Titel finden konnte.

Jetzt, nachdem ich den Pudding selbst gemacht habe, kann ich sagen: Eigentlich ist es eine Tarte ohne Boden, und sehr lockerer, ja, puddingartiger Füllung, schlägt deswegen auch fett- und kalorientechnisch nicht so sehr auf die Hüften und ist vielleicht gerade deswegen ein schönes Sommergericht, falls man noch immer mit Weihnachtsspeck zu kämpfen hat oder schon mal für die diesjährige Plätzchensaison Platz in den Hosen schaffen möchte. Naja, und nicht zuletzt ist es auch so einfach wahnsinnig lecker gewesen. Die Kombination der Kräuter – irgendwie abgefahren. Unbedingt ausprobieren!

Zucchinipudding
Rezept für 1 Tarte- oder Springform (28 cm, 12 Stück)

Zutaten
700 g Zucchini
100 g würziger Bergkäse (bei mir: Feta, weil der weg musste – war völlig o. k.)
15 schwarze, entsteinte Oliven
5 Frühlingszwiebeln
1/3 Bund Petersilie
1/2 Bund Dill
je 5 Stängel Minze und Zitronenmelisse
3 EL Butter
3 Eier
2 EL Naturjoghurt
3 EL Pinienkerne
150 g Mehl
2 EL Hartweizengrieß
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung
Die Zucchini waschen, putzen, grob raspeln, in eine große Schüssel geben und beiseite stellen.
Den Käse fein reiben. Die Oliven in dünne Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Kräuter waschen und trocken schütteln, die Blättchen von den Stängeln zupfen und grob hacken.

Den Backofen auf 160 °C (Umluft) vorheizen. Die Form mit etwas Butter ausstreichen, den Rest schmelzen. Die Zucchiniraspeln mit den Eiern vermengen. Dann nacheinander erst Joghurt, Oliven, Zwiebelringe, Kräuter und Käse, dann Mehl und Grieß unterrühren und die Masse kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Die Masse in die Form füllen, mit den Pinienkernen bestreuen und mit der Butter beträufeln. In den Ofen (Mitte, Umluft 160°) schieben und in ca. 50 Minuten goldbraun backen.

Der Zucchinipudding schmeckt am besten lauwarm oder kalt – und dazu ein Salat oder einfache Joghurtsauce aus Joghurt, Salz, Pfeffer, Knoblauch.

Quelle
Sommerküche – Voller Sonne und Aroma*

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8 Kommentare

  • Antworten Fresh_Ju 2. Juli 2011 at 11:35

    Das sieht so lecker aus! *O*

    Fotowettbewerb: “Lärm vs Stille”

  • Antworten Christina 2. Juli 2011 at 22:16

    war's auch *-*

  • Antworten Kirsten 3. Juli 2011 at 16:19

    Der Zucchinipudding sieht wirklich toll aus und hört sich sooo lecker an! Ehrlich gesagt fand ich ihn im Sommerküche-Buch auch ziemlich unscheinbar – er hat noch nicht mal nen Klebezettel bekommen ;o) Jetzt bin ich aber angefixt und will den auch unbedingt probieren!

    Liebe Grüße, Kirsten

  • Antworten Christina 3. Juli 2011 at 18:11

    Ja, du hast recht, das Bild ist auch ganz klein… ich habe mich ehrlich gesagt primär dafür entschieden, weil mich die Bloggerei pummeliger macht (:D) und mich die niedrige Kalorienzahl pro Stück überzeugt hat. Noch besser war natürlich, dass der gar nicht nach Diät schmeckt.. hä hä!

    Aber dir guten Appetit, bin gespannt, wie er bei dir so wird!
    LG,
    Christina 🙂

  • Antworten Anonym 8. Juni 2012 at 16:52

    Echt verrückt…
    Das Buch "Sommerküche" habe ich nun schon eine ganze Weile, aber das Foto vom Zucchinipudding wie in Griechenland hat mich nie angesprochen.
    Neulich habe dennoch diesen Pudding zubereitet, aber erst nachdem ich Deine Fotos gesehen habe. Yummy…zum Niederknien lecker!
    Herzliche Grüße, Dani

  • Antworten Christina 9. Juli 2018 at 21:13

    Haaaahh!! Wie ich einfach gerade aus allen Wolken gefallen bin – allerdings im positiven Sinn. Weil: Ich liebe das Winterküche-Buch von Tanja Dusy sehr, aber absurderweise bin ich nie auf den Gedanken gekommen, dass es dazu ein Sommerpendant geben könnte. Ist direkt an mir vorbeigegangen, dafür habe ich´s mir aber auch jetzt direkt bestellt. 😉
    Liebe Grüße from 1 c 2 another 😀

    • Antworten Christina | feines gemüse 9. Juli 2018 at 21:48

      Oy, Christina, wie schön von dir zu hören!
      Well, ja, also die Sommerküche war sogar ZUERST da, 2013 hat sie dann die Winterküche nachgeschoben. Ich habe und liebe beide sehr! Mittlerweile kostet die Sommerküche sogar nur noch 7 Euro, tz, Frechheit! 🙂
      Hoffe, es geht dir ganz fabelhaft!
      LG,
      Christina

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