Fladenbrot (vegan)

6. Dezember 2011

Vor einigen Tagen überkam mit die unbändige Lust auf Fladenbrot, gefüllt mit Gemüse, Schafskäse und richtig dicker Joghurt-Knoblauchsauce. An sich kein Problem – bis auf das Brot. Denn bei Brot bin ich ja eigen. Wenn ich nicht selbst backe, gehe ich nur zum Bäcker meines Vertrauens, wo ich weiß, was ich bekomme. Nur an Fladenbrot hatte ich mich dahin noch nie selbst versucht und kam auch erst gar nicht auf die Idee. Also: Auf in den Supermarkt. Das erste Exemplar war schnell gefunden – und ebenso schnell wieder aus der Hand gelegt. Ebenso das nächste und das übernächste. Warum? Nun, ein bekannter Industriebrothersteller rühmt sich auf seiner Internetseite zwar mit der Pflege der „handwerklichen Tradition“, einer „ruhigen Verarbeitung“ und dem „bewussten Verzicht auf Konservierungsstoffe und gentechnisch veränderte Zutaten“. Auf der Verpackung des Fladenbrots las ich dann aber folgendes: 

Weizenmehl, Wasser, Salz, Hefe, Sesam, Verdickungsmittel:
Guarkernmehl, Emulgator: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren,
Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden von
Speisefettsäuren, Schwarzkümmel, Säureregulator: Natriumacetate,
Dextrose, pflanzliches Öl

Klar, das wird alles rechtlich schon in Ordnung sein. Aber in der Grauzone namens „Verbrauchertäuschung“ geht man da – meiner Meinung nach – dennoch ziemlich ausgiebig spazieren. Wie dem auch sei: Ich wünsche den Konsumenten guten Appetit und esse derweil ein selbstgebackenes Fladenbrot, das vollkommen ohne dubiose Säureregulatoren und Emulgatoren auskommt – und dabei prima schmeckt: Das Brot wird außen herrlich knusprig, innen weich und flaumig. Ein kleines bisschen Kreuzkümmel im Teig sorgt für den extra Orient-Kick, kann aber natürlich auch weggelassen werden. Also ich mach’ das jetzt immer so. Reste können entweder eingefroren oder am nächsten Tag frisch aufgetoastet werden. 
Vegan ist das Fladenbrot übrigens dadurch, dass der Laib nicht mit Ei, sondern Sojamilch bepinselt wird. Wer mag, kann hier natürlich beliebig tauschen. 

 

Fladenbrot, vegan
Rezept für 1 großen Laib


Zutaten

465 g Weizenmehl
optional: 1/2 TL Kreuzkümmel
300 ml Wasser
1 TL Salz
25 g Frischhefe
1 EL Hartweizengrieß 
1 Schuss Sojamilch
oder 1 Ei
1 TL Olivenöl
1 TL Zucker
optional: 1-2 TL Sesam und Schwarzkümmel


Zubereitung

Mehl
mit dem Salz vermischen. Hefe in lauwarmen Wasser auflösen und
anschließend mit den Knethaken eines Handmixers ca. 5 Minuten unter das Mehl heben, bis ein
weicher Teig entstanden ist, der nicht mehr klebt.

 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220°C vorheizen.

Anschließend 1 El Hartweizengrieß mit etwas
Mehl vermischen und auf einer Arbeitsfläche ausstreuen. Nun hier den Teig  kurz durchkneten und in eine flache, runde Form drücken. Auf das Backblech
geben und weitere 10 Minuten gehen lassen.
Öl, Sojamilch (bzw. Ei) und Zucker gut miteinander vermischen. 
Im
Abstand von einigen Zentimetern mit dem Daumen “Löcher” in den Teig drücken. Mit
der Flüssigkeit einpinseln und (wer mag) zum Abschluss mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen.
Für ca. 12 Minuten im Backofen ausbacken.


Quelle: The Vegetarian Diaries

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3 Kommentare

  • Antworten The Vegetarian Diaries 7. Dezember 2011 at 16:15

    wo ich das hier bei dir mal wieder sehe muss ich wohl die tage direkt noch mal ran und das ganze auch noch mal machen ;).
    einfach viel zu lecker!

    lg
    the vegetarian diaries

  • Antworten Lisa 13. Mai 2015 at 12:40

    Liebe Christina, geht das eigentlich auch mit Vollkorn oder Dinkelmehl? Liebe Grüße, Lisa

  • Antworten Christina 13. Mai 2015 at 14:44

    Hallo Lisa, nein, ich denke, das wird nicht funktionieren. Vollkorn- und Dinkelmehl hat andere Backeigenschaften, zieht z. B. viel mehr Wasser als "normales" Auszugsmehl.
    Da musst du wohl ein anderes Rezept wählen. Wie wäre es mit dem hier? — http://www.chefkoch.de/rezepte/698721172417479/Fladenbrot-aus-Vollkornmehl.html

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