Vegane Leberwurst

30. April 2012
Vegane Leberwurst aus Räuchertofu
„Leberwurst“ ist wirklich kein schönes Wort, oder? Ich danke euch, dass ihr diesen Eintrag trotzdem lest – und zu den Fotos sage ich auch lieber nichts. Wie soll man so eine Pampe auch ordentlich in Szene setzen? Saucen und Dips und Aufstriche: Die Feinde eines jeden Foodbloggers. Aber was soll’s, letztlich kommt es auch hier auf den Inhalt an und der hat mich sowas von überzeugt, dass diese vegane Leberwurst direkt in mein Standardrepertoire aufgenommen wird. 
Denn: Meine vegane Leberwurst schmeckt absolut authentisch. Ehrlich. Einerseits finde ich das prima, andererseits schockiert es mich auch, dass zermatschte Bohnen und Tofu dasselbe ergeben wie Schweinefleisch. Verrückt. Also: Für alle Veganer, Vegetarier und Fleischesser vielleicht mal eine interessante Alternative? Nicht nur, dass die Paste ruckizucki fertig ist, sie kostet auch nur einen Bruchteil dessen, was man sonst in einschlägigen Bioläden für Produkte ähnlicher Art bezahlen muss. 
Eine Anmerkung zum Räuchertofu: Ich habe festgestellt, dass sich die in Deutschland erhältlichen Räuchertofus erheblich unterscheiden. Während der von Alnatura verhältnismäßig mild ist, hat der von Taifun einen ziemlich intensiven Rauchgeschmack. Hier muss man gegebenenfalls einfach probieren, was einem besser gefällt. Während ich sonst die milde Variante vorziehe, passt ein etwas kräftig geräucherter Tofu hier ganz hervorragend. Wem der Geschmack zu wenig intensiv ist, der kann noch mit etwas Rauchsalz nachhelfen. 
Die vegane Leberwurst gab’s übrigens zum Mittag auf einer knusprig getoasteten Scheibe meines allerliebsten Schwarzbrots – perfekt! Vielen Dank an Vegetarian Diaries für das tolle Rezept, das ich nur leicht modifiziert (i. e. an meine angebrochenen Vorräte angepasst) habe. 

Vegane Leberwurst

Rezept für ca. 225 g Aufstrich


Zutaten
100 g Räuchertofu
1/2 Dose Kidneybohnen
2 Tl Majoran
2 Tl frisch gehackter Schnittlauch
1 Zwiebel
1 EL Rapsöl 
(Rauch-)Salz
Pfeffer

Zubereitung
Die Zwiebel fein hacken und in 1 EL Öl in einer Pfanne glasig dünsten. Majoran hinzugeben und für einige Minuten auf schwacher Hitze mitdünsten lassen. In der Zwischenzeit den Tofu zerbröseln, die 
Kideneybohnen abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen. 
Anschließend alle Zutaten mit dem Pürierstab sehr fein mixen und mit (Rauch-)Salz und Pfeffer abschmecken.

Gut verpacken, dann hält sich der Aufstrich auch einige Tage. 

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13 Kommentare

  • Antworten The Vegetarian Diaries 30. April 2012 at 17:17

    das ging ja in der tat ziemlich schnell 🙂
    freut mich, dass es dir geschmeckt hat!

    lg
    the vegetarian diaries

  • Antworten Lotta 30. April 2012 at 17:17

    Ja, für mich wäre das vielleicht eine Alternative! Auf jeden Fall einen Versuch wert ! Danke für das Rezept!

    Liebe Grüße, Lotta

  • Antworten Christina 30. April 2012 at 17:19

    einfach mal ausprobieren, klaut ja wirklich nicht viel zeit. 🙂 gern geschehen!
    LG

  • Antworten Christina 30. April 2012 at 17:19

    war einfach super, bin hin und weg! 😀
    LG

  • Antworten Charlotte 30. April 2012 at 19:47

    Ich glaube, die probiere ich mal! Auch wenn ich Fleisch grundsätzlich schon esse, finde ich Wurst nicht wirklich appetitlich. Aber ich erinnere mich an fröhliche Kindertage mit Leberwurst-Sauerkraut-Brot. Klingt eklig, war aber sooo… lecker! Und vielleicht kann ich den Geschmack so ganz wurstfrei haben. 😉

    Liebe Grüße
    Charlotte

  • Antworten Christina 30. April 2012 at 19:49

    musst du ganz dringend! meine begeisterung kennt gerade keine grenzen – jetzt, wo sie richtig kühl und durchgezogen ist, kommen die aromen noch leberwurstiger daher. unglaublich. 😀
    LG

  • Antworten Frau Saltimbocca-Lüdenscheidt 2. Mai 2012 at 14:08

    Nach diesem Rezept hab ich die Vurst auch schon oft gemacht und bin immer wieder begeistert. Man kann damit auch toll Omnis verblüffen.

  • Antworten George 2. Mai 2012 at 14:08

    Klingt lecker, auch wenn ich dir mit dem Namen im Allgmeinen völlig recht gebe.

    Was Räuchertofu angeht sind die Unterschiede tatsächlich enorm. Nachdem mir der erste überhaupt nicht schmeckte und ich einen zwar brillianten aber völlig verfehlten deduktiven Schluss daraus zog, dass alle Räuchertofi (der Plural ist gefaket, klingt aber gut oder?) so wären, habe ich Jahre darauf verzichtet. Jetzt bin ich wieder dabei. Obwohl ich gerade gar nicht weiß, welcher mein Favorit ist. Ich glaube von Kato. (Support your local tofu dealer.)

  • Antworten Christina 2. Mai 2012 at 18:03

    na toll. jetzt bin ich ein wenig sauer. auf mich selbst.
    ich hatte nämlich beim verfassen des posts ebenfalls die idee, den plural "tofi" zu erfinden. hab's dann aber gelassen, weil ich dachte, das würde außer mir eh niemand lustig finden. toll – und jetzt hast du mir den witz für immer geklaut.
    ich ärgere mich ein wenig über das von mir vergeudete potenzial, danke aber wie immer herzlich für den kommentar.

    ich mag den von alnatura echt gern. katotofu – noch nie gehört. taifun tu' ich mir allerdings nur pur auffer dubbel rein, der ist mir echt ne nummer zu hart.

  • Antworten Christina 2. Mai 2012 at 18:04

    absolut! mein vater hat's gestern als grobe leberwurst identifziert. das fand ich wirklich verblüffend.

  • Antworten Katharina 19. Mai 2012 at 21:15

    Die ist der Knaller, die vegane Leberwurst! Der Gatte hätte sie mir auch glatt als "grobe Leberwurst" abgekauft. Ich habe gestern zwei Schraubgläser "gewurstet" und das erste Glas hat er quasi weggeatmet – er hat sozusagen Leberwurst mit Brot gegessen, nicht andersrum… Daumen hoch! 🙂

  • Antworten Plueschnase Lilly 22. September 2012 at 10:47

    ..und es schmeckt 🙂

  • Antworten Dagmar 16. Juni 2016 at 8:38

    Seeeeehr lecker

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