Gut essen für wenig Geld in New York City

5. September 2014

New York ist eine tolle Stadt, in der sich unfassbar gut essen lässt – und das eigentlich an jeder Ecke. Problem dabei: New York ist auch ein bisschen teuer. Schon bei meinem ersten Besuch kamen mir die Preise fürs Essen(gehen) recht gehoben vor. Wenn ihr also nicht unbedingt den ganzen Tag auf trockenen Bagels herum kauen möchtet, kann euer Trip gut ins Geld gehen. Muss er aber nicht.

Ihr verreist gerne? Klar. Ihr liebt gutes Essen, habt aber nur ein gewisses Budget zur Verfügung? Hey, cool, ich auch nicht! Und deswegen stelle ich euch jetzt ein paar gute Anlaufstellen vor – quasi das Mittelding zwischen Bäckerei- und Restaurantbesuch. Eure zuverlässigen Partner, wenn ihr euch nach endlosen Kilometern zu Fuß auf heißem Asphalt ganz dringend schnell, gut und günstig aufpäppeln wollt. Ihr seid schon mal in New York gewesen? Dann bin ich mir sicher, dass euch diese Läden bekannt vorkommen. Wenn nicht: Nun seid ihr für die Zukunft gewappnet!

PRET-A-MANGER

Pret-A-Manger blickt schon auf eine lange Geschichte zurück: Gegründet 1986 in London, handelt es sich um eine Art Convenience-Store und Restaurant, in dem es allerlei gesunde Snacks to stay or to go gibt: Sandwiches, Wraps, Salate, Suppen, Müsli, Baguettes – ergänzt wird das Angebot natürlich durch das übliche Kaffee- und Süßgebäcksortiment, außerdem Obst, Nusskernmischungen, Riegel sowie ein paar Backwaren wie Muffins oder Croissants. Das besondere: Bei Pret-A-Manger verkommt nichts. Getreu dem Motto: „Made today, gone today“ werden alle nicht verkauften Produkte aus der Frischtheke nach Ladenschluss den Obdachlosen gespendet. Weil: „It’s the right thing to do!“

Zu dem Konzept passt auch, dass bei allen Verpackungen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. Alles ist biologisch abbaubar, es gibt keine handelsüblichen Folien oder Plastikschalen.

Kurz gesagt ist Pret-A-Manger ein Laden, in den ich einziehen könnte. Auch, weil man gut, gesund und irgendwie fair essen kann, ohne sich finanziell wer weiß wie zu verausgaben. Die Salate (z. B. „Mezze“: Grüner Salat mit Falafel, Hummus  und Granatapfelkernen oder „Kale Caesar“ mit Grünkohl, Hähnchen, Parmesan und Croutons) kosten ca. 8$, Dressing geht mit 75 ct extra. Zwei Sandwiches kosten um die 5$, ein Müsli 3,50$, zwei gekochte Eier mit Spinat 1,99$. Mein diesjähriger Favorit, der vegane Nori Wrap mit Avocado, rotem Quinoa, Edamame, Gurke  und allerhand anderem leckeren Zeug kostete ebenfalls 7$ und war sein Geld allemal wert. Übrigens: Die Waren wechseln! Morgens gibt es typische Frühstückswaren (etwa Wrap mit Ei und Bacon), ab ca. 11:30 Uhr kommt dann das Mittags- und Abendangebot.

Ihr findet die Läden in Manhattan an wirklich jeder Ecke, teilweise sind sie bis spät in die Nacht geöffnet.Hach. So einen Wrap könnte ich jetzt vertragen. Aber weiter geht’s:

LE PAIN QUOTIDIEN

Ach. Mein Herz. LPQ gibt es – ebenso wie Pret-A-Manger – nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Bei meinen Recherchen habe ich gesehen, dass es vor fünf Jahren sogar mal ganz wenige Filialen in Deutschland gab. Und nun ratet wo! – Genau, unter anderem hier, in Düsseldorf, am Carlsplatz. Erst konnte ich das gar nicht glauben, aber nun, wo ich ein bisschen in meinem müden Kopf gegraben habe, fällt es mir ein: Ich erinnere mich an dieses Café, das immer sehr french-y, aber auch sehr voll aussah und deswegen auch nie von mir besucht wurde. Wie dumm von mir! Denn ich liebe diesen Laden!


Le Pain au Quotidien ist eine auf rustikal-französich getrimmte Café- und Bistro-Kette, die ihre Sache ziemlich gut macht. Kaum hat man die Läden betreten, setzt unweigerlich eine tiefe Entspannung ein. Geschäftiges Treiben, helle Holztöne und Möbel im Landhausstil, ein bisschen vintage, ein bisschen modern – und dann die Theke, hinter der sich allerlei Brot und Baguette, herzhafte Quiches und süße Kleinigkeiten türmen.

LPQ führt keine Softgetränke oder Burger, vielmehr gibt es hausgemachte  Limonaden, Salate mit Linsen, Quinoa und Avocado, vieles ist „organic“ und natürlich auf Gesundheit gemacht. Als Signature Dishes dienen Tartines. Oder wie man in Amerika sagt: Open Faced Sandwiches. Auf traditionellem Landbrot wird z. B. Hummus von geröstetem Blumenkohl mit Salat und Pinienkernen serviert. Oder gegrilltes Hühnchen mit Mozzarella und Pesto. Oder Landschinken, Gruyère, Cornichons – alles ist wunderschön angerichtet, aber nicht nur ein Augenschmaus, sondern schmeckt auch gut und macht ordentlich satt. Vor allem dann, wenn man sich vorher die Füße platt getreten hat.


Auch hier kann man gut essen, ohne für den Rest des Urlaubs nur noch trockene Bagel konsumieren zu müssen.Die Tartines liegen so zwischen 9 und 15$, auch die anderen Gerichte sind in dieser Preisklasse zu finden. Kaffee, Cappuccino und Tee schmecken ebenso lecker wie z. B. der Melon Cooler (ein Getränk mit Melonen- und Gurkensaft, 3,50$) oder die Citrus Lemonade (sauer, aber erfrischend bei plus 30°). Frühstück gib es den ganzen Tag über. Wer von all dem Manhattan Gewusel eine Auszeit braucht, ist dort genau richtig. Auch LPQ gibt es dutzendfach, mein Lieblingsladen liegt auf der W 71st am Central Park. Dort kann man sich nach einem langen Spaziergang durch Irrwälder und Wiesen (wer mal im Central Park gewesen ist, weiß was ich meine) ganz besonders gut erholen.

DUANE READE

Der Slogan von Duane Reade ist „Your City. Your Drugstore“, was wohl irgendeine Art von emotionaler Verbindung zu den Städtern schaffen soll. Zumindest bei mir hat’s geklappt. DR ist überall. Eine Mischung aus Apotheke, Drogerie, Supermarkt und Convenience Store, die 1960 gegründet wurde. Viele Läden bieten mittlerweile ein kleines, gekühltes Sortiment an To-Go-Artikeln wie Obst, Müsli, Salate und Sandwiches an. Nicht meine erste Wahl, aber wenn man nachts mal nichts anderes mehr findet, kann einem ein Whole-Grain-Cheddar Sandwich für 4$ das Leben retten. Übrigens auch euer Anlaufpunkt für Softdrinks, Eis, Labello, Handcreme, Schminke, Chips, Schokolade – die meisten meiner Mitbringsel kaufe ich tatsächlich dort, am liebsten die kleinen M&M Tütchen für 1,20$, die an der Kasse liegen.

Ihr Lieben, ich hoffe, der kleine Einblick in die Welt des schnellen, günstigen und vernünftigen Essens in New York hat euch gefallen. Verratet ihr mir, wo ihr in New York am liebsten esst?

Lest auch die anderen Blogposts zu unserer Reise nach New York:

EDIT: Da hier leider im Stundentakt Spamkommentare von Kreditanbietern u. ä. eingehen, muss ich die Kommentare unter diesem Artikel leider schließen. Falls ihr Anmerkungen habt, schreibt mir doch einfach auf Facebook oder eine Mail.

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4 Kommentare

  • Antworten flowers on my plate Dani 9. September 2014 at 11:08

    Hihi, gerade wollte ich "Whole Foods" auf deine Frage schreiben! 😉
    LPQ mögen wir aber auch sehr gerne und ich fasse es nicht, dass ich nicht mitbekommen habe, dass es auch in Deutschland Filialen gab! So schade…
    Das mit dem Essen ist wirklich wahr, es gibt so eine riesige Auswahl und man ist ständig versucht, ein kleines Vermögen für diese vergänglichen Schätze dort zu lassen. Da kommen solche Delis zwischendurch wirklich sehr gelegen, damit sich der Geldbeutel mal kurz entspannen kann.

  • Antworten Anne 15. September 2014 at 17:12

    Ohhhh, du machst mir Fernweh. NY war essenstechnisch einfach so so so wunderbar!

  • Antworten Tim Kelsey 7. August 2017 at 12:57

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

  • Antworten Robby Hilson 22. Januar 2018 at 10:04

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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