Kokos-Schneebälle | Boules de neige à la noix de coco

15. Dezember 2014
Kokos-Schneebälle

Nein, mir war dieses Jahr nicht nach Weihnachtsplätzchen. Obwohl – so kann man es auch nicht sagen. Mir war zwar nach Plätzchen (ich bin ja kein Barbar), allein zum Backen konnte ich mich nicht aufraffen. Ich habe noch nie nicht gebacken zu Weihnachten. Wohnte ich noch Zuhause bzw. später allein, buk ich an den Adventswochenenden mit meiner Mama die obligatorischen Zimt- und Butterkekse. Und sobald ich mit meinem Jetzt-Mann zusammengezogen war und über eine anständige Küche verfügte – das war ab 2008 der Fall – fuhr ich ab November die ganz großen Geschütze auf. Vanillekipferl, Lebkuchen, Schokoladensterne, kein Rezept war vor mir sicher. Und nu? 2014 habe ich kein Bedürfnis gespürt, mich in die große Weihnachtsbäckerei einzureihen. Ich bin zwar – wie immer – in besinnlicher Stimmung, an den Herd zieht’s mich weniger – muss aber auch dazu sagen, dass ich jobmäßig arg, ärger als sonst, eingespannt bin und deswegen nicht so recht mag.

Lediglich einem ruhigen Adventssonntag, den ich zusammen mit Rachel Khoo* auf der Couch verbrachte, ist geschuldet, dass ich plötzlich doch in der Küche stand um mich einer meiner liebsten süßen Leidenschaften zu widmen: Baiser. Abgesehen davon, dass diese kleinen Flauschbällchen wunderschön winterlich aussehen, tragen sie eben diesen verführerischen Namen Boules de neige à la noix de coco, also Kokos-Schneebälle– da bin ich einfach schwach geworden. Ihr wisst doch (vielleicht) wie das ist, wenn man einen Filmriss hat? So ähnlich ging es mir – ich weiß noch, wie ich die Seite aufblätterte und im nächsten schon Moment Kokosraspel unter die klebrig-süße Masse arbeitete…

Ich hab’s nicht bereut. Die Kokos-Schneebälle sind außen knusprig, innen weich und damit irgendwie die coolere Schwester der Kokosmakrone. Wenn ihr Kokos und Baiser genau so liebt wie ich und zudem keine Lust auf anstrengende Plätzchenteige habt, dann seid ihr hiermit bestens bedient.

Und findet ihr nicht auch, dass die Kleinen einfach wunderhübsch aussehen?

Kokos-Schneebälle – Boules de neige à la noix de coco 
Rezept für ca. 25 Stück

Zutaten
50 g Eiweiß
2 Tropfen Zitronensaft
1 Prise Salz
50 g Zucker
200 g Kokosraspel

Zubereitung
Den Ofen auf 100 °C (Ober- / Unterhitze) vorheizen.
Die Eiweiße soweit mit einem Handmixer schlagen, dass sie leicht eingedickt sind. Zitronensaft und Salz zugeben, dann langsam den Zucker einrieseln lassen und währenddessen weiter schlagen, bis ihr eine dicke, schöne Baisermasse habt. Dann die Kokosraspel unterheben.

Mit einem Teelöffel (oder den Handinnenflächen) den „Teig“ zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Ab in den Ofen damit, ein Küchentuch in die Tür geklemmt und rund 60 Minuten warten. Die Schneebälle sollen nicht bräunen (sind schließlich Schneebälle), und sind fertig, sobald sie sich leicht vom Backpapier lösen.

Quelle
Meine französische Küche*

*Amazon-Affiliate-Link

Auch noch interessant

6 Kommentare

  • Antworten grain de sel 15. Dezember 2014 at 20:23

    Herrlich! Filmriss mit Boules de neige à la noix de coco – was ein Trip! Ich bin dabei. Sieht ja oberverführerisch aus…. und nun hoffe ich, dass der Dezember entspannt und ruhiger taktet für dich!

  • Antworten Maren von (rh)eintopf 16. Dezember 2014 at 12:18

    Die sehen aber wirklich SEHR verführerisch aus! Beim ersten schnellen Blick auf Foto und Überschrift dachte ich ja, du verrätst hier dein Geheimrezept für selbstgemachte Raffaelos. Aber die Schneebälle klingen viel, VIEL leckete!…

  • Antworten Anonym 20. Dezember 2014 at 10:08

    Hach, hören die sich lecker an, liebe Christina!
    Man muss sich ja auch nicht jedes Jahr in die weihnachtliche Backorgie stürzen, finde ich. Spaß soll es machen – und wenn es dann halt mal ein Jahr ausfällt ist es auch nicht schlimm 🙂
    Eigentlich bin ich ja seit Anfang Dezember schon wieder aus der Back- und Plätzchenstimmung raus, aber diese tollen Kokosbällchen… die reizen mich jetzt schon sehr 😉
    Ganz liebe Grüße,
    Ylva

  • Antworten Isabelle 22. Dezember 2014 at 7:07

    Hi Christina, dein Beitrag ist mir so in Erinnerung geblieben, dass ich ihn gestern in meinem Wochenrückblick verlinkt habe. So schöne Bilder und eine angenehme Abwechslung zwischen all den Schoko-Plätzchen – deshalb durfte dein Rezept in meinem kleinen Plätzchen-Roundup natürlich nicht fehlen! Lieben Gruß, Isabelle

  • Antworten Anonym 2. Januar 2015 at 15:28

    Oh, das klingt aber lecker. Die schmecken sicher nicht nur in der Weihnachtszeit! 🙂

  • Antworten Julia Blogt 2. Januar 2015 at 17:14

    Oh man die sehen wirklich lecker aus. Dein Blog ist wirklich schön. Mal sehen was du noch so leckeres hast 🙂
    Liebe Grüße Julia

  • Kommentar schreiben