Kvæfjordkake – der beste Kuchen der Welt (!)

10. November 2018
Kvaefjordkake: Der beste Kuchen der Welt

Ich bin ja noch ein bisschen im Norwegen-Fieber und wollte deswegen auch unbedingt mal etwas norwegisches Kochen oder Backen. Da ich nach unserer Reise von Fisch erstmal die Nase voll hatte, sollte es irgendwas süßes aus dem Ofen werden.

Der potenzielle Kandidat war schnell gefunden: Kvæfjordkake – ja, etwas gewöhnungsbedürftig sind die norwegischen Namen ja, aber es kommt ja nicht auf den Namen sondern die inneren Werte an. Und von denen habe ich mich sehr angesprochen gefühlt: Rührteigboden (geht immer!), goldgelbe Vanille-Sahne-Creme (juchuh!) und knuspriger Mandelbaiser (himmlisch!); tät ich selbst einen Kuchen kreieren, er käme mit ähnlichen Zutaten daher. Und er schmeckt tatsächlich so gut wie er sich anhört – ein Traum von Sonntagssüß.

Dementsprechend kann ich völlig nachvollziehen, dass der Kvæfjordkake in Norwegen als Nationalkuchen gilt und dort als bester Kuchen der Welt gehandelt wird.

Kvæfjordkake wird allen schmecken, die auch ein Herz für Bienenstich haben.
Ich weiß gar nicht, wieso die Anleitung so lang ist – ganz ehrlich, mit ein bisschen Struktur macht der Kuchen sich fast von alleine nebenbei. Das Rezept habe ich übrigens bei Scheckenlacks gefunden – dort gibt es auch viele Step-by-Step-Fotos, die mir sehr geholfen haben.

Kvaefjordkake – Der beste Kuchen der Welt

Kvæfjordkake
Rezept für ein Blech

Zutaten
für den Teigboden

150 g sehr weiche Butter
1 Prise Salz
125 g Zucker
5 Eigelb
150 g Weizenmehl (Typ 325)
1,5 TL Backpulver
ca. 100 ml Milch

für die Baisercreme
5 Eiweiß
100 g Zucker
Mandeln, gehobelt (nach Gefühl und Lust und Laune)

für die Vanillecreme
1 Vanilleschote, das Mark davon
250 ml Milch
250 ml Sahne
75 g Zucker
35 g Speisestärke
4 Eigelb

plus 300 ml geschlagene Sahne (zum Unterheben!)

Zubereitung
1) Teigboden

Weiche Butter, Salz und Zucker mit dem Handrührgerät zu einer schaumigen Masse aufschlagen. Die Eigelbe eins nach dem anderen unterrühren. Mehl mit Backpulver vermischen, dann Mehl und Milch abwechselnd in den Teig einrühren.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Teigboden-Masse gleichmäßig darauf verstreichen.

Die Eiweiße zu Eischnee mit den (sauberen!) Rührbesen schlagen. Den Zucker während des Rührens nach und nach einrieseln lassen. Die entstandene Baisermasse sollte glänzen, sehr fest sein (und lecker schmecken). Baisermasse auf dem Teigboden wellenförmig verstreichen und die gehobelten Mandeln darüber streuen.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit den Bräunungsgrad kontrollieren, die Baisermasse sollte leicht hellbraun sein.
Ist die Masse noch zu hell, dann in den letzten 10 Minuten der Backzeit auf Umluft schalten.
Sollte die Masse zu dunkel werden, schiebt den Kuchen einfach eine Etage tiefer.

2) Füllung

Eigelb, Zucker und Speisestärke in einer Metallschüssel gut miteinander verschlagen. Milch und Sahne in einem Topf mischen, Vanillemark hinzufügen. Diese Mischung einmal aufkochen lassen, dabei gut rühren, es darf nichts anbrennen. Jetzt etwas der heißen Sahnemilch unter ständigem Rühren in die Schüssel mit der Eier-Zucker-Stärke-Mischung geben. 

Danach alles wieder zurück in den Topf schütten und unter kräftigem Rühren erhitzen, bis die Creme eingedickt ist und an Pudding erinnert – das geht sehr schnell, also gut aufpassen!

Vollständig erkalten lassen. 

Unter die erkaltete Creme wird zum Schluss noch der Rest der geschlagenen Sahne gehoben.

Zusammenbau:

Den Boden vollständig erkalten lassen und halbieren. Auf eine Hälfte die Vanillecreme gleichmäßig verstreichen. Die andere Hälfte mit der Baiserseite nach oben darauf legen.

Der Kuchen kann dann noch mit einem Küchentuch abgedeckt bis zum Serviertermin aufgehoben werden. Idealerweise bereitet ihr das Ganze rechtzeitig genug zu – z. B. Vanillecreme und Boden am Vortag.

Quelle
Scheckenlacks

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2 Kommentare

  • Antworten Christin 10. November 2018 at 9:51

    Ich glaub ich weiß was ich heut noch backe. 😀
    Wie groß ist denn das Backblech, das du verwendet hast?

    • Antworten Christina | feines gemüse 10. November 2018 at 10:47

      Hey Christin, da habe ich ja mal wieder die wichtigste Angabe vergessen. 😀
      Mein Backblech misst ca. 42 x 31 cm, viel größer sollte es auf keinen Fall sein.

      Liebe Grüße und viel Spaß beim Nachbacken! 🙂

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